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81 Prozent der Wahlberechtigten unterstützten die Forderungen nach einem gesetzlichen Mindestlohn zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland. Dies ergab eine repräsentative Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten NGG im Dezember 2008. Quer durch alle demokratischen Parteien fand diese Forderung eine breite Zustimmung.
Selbst die Anhängerinnen und Anhänger von CDU/CSU (72 Prozent) und FDP (65 Prozent) sprachen sich positiv für diese Forderungen aus. Am größten war die Unterstützung dieser Forderung bei den Linken (97 Prozent), gefolgt von den Anhängerinnen und Anhängern des Bündnis 90/ Die Grünen (89 Prozent) und der SPD (86 Prozent). Lediglich drei Prozent der Befragten äußerten sich neutral.
Von insgesamt 1.000 befragten Bundesbürgerinnen und –bürgern unterstützten zudem 77 Prozent die Forderung nach dem Ausbau des Kindergeldes zu einer eigenständigen Kindergrundsicherung. Die Forderung nach einer Erhöhung der Harz IV-Bezüge unterstützten 55 Prozent. Nach einem Bericht des Familienministeriums (2008) ist etwa jedes sechste Kind in Deutschland von Armut bedroht.
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Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010