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Nach Abzug der Ausgaben für lebensnotwendige Güter bleibt den Deutschen im Durchschnitt knapp die Hälfte ihres Nettoeinkommens übrig, Alleinerziehenden aber nur ein Drittel. Damit sind Alleinerziehende die großen Netto-Verlierer Deutschlands. Das ergab eine Untersuchung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) aus dem Jahr 2009.
Die Wissenschaftler wollten wissen, was den Deutschen von ihren Einkommen übrig bleibt. Bei ihrer Berechnung ziehen sie nicht nur die Steuern und Sozialversicherungsbeiträge ab, sondern auch lebensnotwendige Ausgaben wie Miete, Energie, Mobilität oder Kinderbetreuung. Alleinerziehende hatten am Ende durchschnittlich nur 587 Euro zur Verfügung. Außerdem zeigte sich eine deutliche Ost-West-Schere sowie ein Unterschied zwischen Geringverdienern und Menschen mit höheren Einkommen. Geringverdiener haben einen deutlich geringeren Prozentsatz vom Netto über.
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Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010