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Im Jahr 2008 arbeitete gut jeder fünfte Beschäftigte für einen Stundenlohn unterhalb der Niedriglohnschwelle. Diese Zahlen veröffentlichte das Institut für Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen im Juni 2010.
Dem Bericht zufolge sei die Zahl der Niedriglohnbeschäftigten innerhalb der letzten zehn Jahre kontinuierlich gestiegen: Im Jahr 2008 arbeiteten 6,55 Millionen Beschäftigte für Löhne unterhalb der Niedriglohnschwelle und damit rund 162.000 mehr als noch im Jahr 2007. Gegenüber 1998 sei die Zahl der gering Verdienenden sogar um fast 2,3 Millionen gestiegen.
Zudem stellen die Forscher Thorsten Kalina und Claudia Weinkopf fest, dass immer mehr Niedriglohnbeschäftigte weniger als die Hälfte des mittleren Lohns verdienen. Während derart niedrige Löhne in vielen anderen Ländern durch gesetzliche Mindestlöhne unterbunden würden, könnten in Deutschland weder die Sittenwidrigkeitsgrenze noch branchenbezogene Mindestlöhne diesen Trend wirksam begrenzen. Die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland halten die Forscher für unverzichtbar.
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Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010