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Schlechte Karten für deutsche Arbeitnehmer: Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland bei der Lohnentwicklung hinterher. Das geht aus dem Global Wage Report der International Labour Organization (ILO) der Vereinten Nationen von Dezember 2010 hervor. Danach gingen die Löhne in Deutschland zwischen 2000 und 2009 preisbereinigt um 4,5 Prozent zurück.
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In den 26 von der OECD untersuchten entwickelten Ländern bildete Deutschland damit das Schlusslicht. Nur in zwei anderen Ländern legten die Reallöhne im vergangenen Jahrzehnt ebenfalls den Rückwärtsgang ein: in Japan (-1,8 Prozent) und Israel (-0,6 Prozent). In den anderen Ländern legten die Reallöhne zu, in zwölf Fällen sogar im zweistelligen Bereich. Spitzenreiter ist Norwegen mit einer Reallohnsteigerung von mehr als 25 Prozent.
Anders als in anderen Ländern führte die Finanz- und Wirtschaftskrise in Deutschland aber zu keinem Einbruch der Arbeitsentgelte oder zu steigenden Arbeitslosenzahlen. Doch dieses vergleichsweise gute Abschneiden in der Krise wurde mit der Negativentwicklung der Vorjahre erkauft. Als Hauptgrund für die schwache Reallohnentwicklung in Deutschland sieht die ILO moderate Tarifabschlüsse, die Ausbreitung des Niedriglohnsektors und die Zunahme von Zeitarbeit und 400-Euro-Jobs. Auch die Lohnquote in Deutschland, also der Anteil der Arbeitsentgelte am Volkseinkommen, ist im genannten Zeitraum merklich gesunken, die Unternehmens- und Vermögenseinkommen dagegen sind gestiegen.
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Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010