Schnellzugriff
87 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland glauben nicht, dass Menschen mit einem Nettoeinkommen von 1.000 Euro oder weniger ausreichend Geld für eine private Zusatzrente haben.
Zu diesem Ergebnis kam eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap vom März 2009, die ver.di und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Auftrag gegeben hatte.
Die Meinung, dass Niedriglöhne nicht ausreichen, um sich noch privat für das Alter abzusichern, vertraten Anhänger aller demokratischen Parteien. Besonders hoch war die Zustimmung unter den FDP-Wählern (94 Prozent), gefolgt von Anhängern von Bündnis 90/Die Grünen und der LINKEN (je 90 Prozent). 86 Prozent der CDU/CSU-Wähler sowie der SPD-Anhänger teilen diese Auffassung.
„Dieses Umfrageergebnis bestärkt uns darin, weiter für den gesetzlichen Mindestlohn zu kämpfen. Um eine würdevolle Absicherung für das Alter zu gewährleisten, muss im Erwerbsleben ein ordentliches und sozialversicherungspflichtiges Entgelt erzielt werden. Dafür brauchen wir den gesetzlichen Mindestlohn“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske.
Frank Bsirske forderte außerdem einen Kurswechsel in der Alterssicherungspolitik. „Die Ausdehnung in kapitalgedeckte Systeme muss gestoppt, die solidarische Rente ausgebaut und gestärkt werden“, forderte er. Ebenso gelte es, Einschnitte im Leistungsrecht wie zum Beispiel bei der Bewertung Schul-, Ausbildungs- und Zeiten im ALG-II-Bezug zurück zu nehmen.
Link dieser Seite
Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010