Altersarmut

17.02.2011

Umfrage: Wähler fürchten, dass Niedriglöhne nicht für private Alterssicherung reichen

87 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland glauben nicht, dass Menschen mit einem Nettoeinkommen von 1.000 Euro oder weniger ausreichend Geld für eine private Zusatzrente haben.

© wueStenfUXX/ photocase.de

 

Zu diesem Ergebnis kam eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap vom März 2009, die ver.di und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Auftrag gegeben hatte.

Die Meinung, dass Niedriglöhne nicht ausreichen, um sich noch privat für das Alter abzusichern, vertraten Anhänger aller demokratischen Parteien. Besonders hoch war die Zustimmung unter den FDP-Wählern (94 Prozent), gefolgt von Anhängern von Bündnis 90/Die Grünen und der LINKEN (je 90 Prozent). 86 Prozent der CDU/CSU-Wähler sowie der SPD-Anhänger teilen diese Auffassung.

„Dieses Umfrageergebnis bestärkt uns darin, weiter für den gesetzlichen Mindestlohn zu kämpfen. Um eine würdevolle Absicherung für das Alter zu gewährleisten, muss im Erwerbsleben ein ordentliches und sozialversicherungspflichtiges Entgelt erzielt werden. Dafür brauchen wir den gesetzlichen Mindestlohn“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske.

Frank Bsirske forderte außerdem einen Kurswechsel in der Alterssicherungspolitik. „Die Ausdehnung in kapitalgedeckte Systeme muss gestoppt, die solidarische Rente ausgebaut und gestärkt werden“, forderte er. Ebenso gelte es, Einschnitte im Leistungsrecht wie zum Beispiel bei der Bewertung Schul-, Ausbildungs- und Zeiten im ALG-II-Bezug zurück zu nehmen.

 
 

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