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Die Hälfte der Deutschen zwischen 30 und 59 Jahren machen sich „sehr große Sorgen“ um ihre Altersversorgung. Das ergab eine Umfrage für das Sozialbarometer der Arbeiterwohlfahrt (AWO) von September 2010, für das 1.000 Personen über 18 Jahren befragt wurden. „Besonders alarmierend ist, dass schon 41 Prozent der jungen Leute zwischen 18 und 29 Jahren sehr große Angst vor Altersarmut haben“, so der AWO-Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler in einer Pressemitteilung.
„Das zeigt, wie gering das Vertrauen in unsere sozialen Sicherungssysteme inzwischen ist und wie dringend die Politik Konzepte gegen die steigende Altersarmut umsetzen muss.“ Auch 47 Prozent der berufstätigen Befragten gaben an, dass sie sich sehr große Sorgen um ihre Rente machten.
Laut Einschätzung der AWO gebe die Umfrage Hinweise auf eine „Spirale der Angst“, insbesondere bei der jungen Generation. Verantwortlich hierfür seien unsichere Arbeitsverträge, Befristung und Niedriglohn. Der Bundesverband warnt: „Lohnarmut führt zu Kinderarmut und mündet in Altersarmut.“
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Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010