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Trotz Krise erhöhten acht europäische Staaten zu Beginn des Jahres ihre Mindestlöhne. In Deutschland hingegen lässt ein flächendeckender, gesetzlicher Mindestlohn noch immer auf sich warten. Doch das ist kein Grund für die Gewerkschaften von ihrer Forderung abzurücken. Im Gegenteil: Auf dem DGB-Bundeskongress im Mai beschlossen sie, ihre Mindestlohnforderung von 7,50 Euro auf 8,50 Euro pro Stunde anzuheben. Im Verlauf des Jahres beginnt der Widerstand gegen Mindestlöhne im Land zu bröckeln. Selbst Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt sprach sich im Sommer erstmals für die Einführung eines Mindestlohns in der Zeitarbeit aus. Der Grund: Zum 1. Mai 2011 werden die Grenzen für die Beschäftigten aus acht osteuropäischen Staaten geöffnet. Auch grenzüberschreitende Leiharbeit ist dann möglich. Die Gewerkschaften befürchten Lohndumping, die Arbeitgeber sorgen sich um ihre Wettbewerbsfähigkeit. Und auch die Forderung nach einem branchenübergreifenden, gesetzlichen Mindestlohn gewann in diesem Jahr neue Befürworter. Im September plädierte der deutsche Juristentag für den gesetzlichen Mindestlohn. Im Dezember starteten Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eine gemeinsame Bundesratsinitiative, mir der ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt werden soll.
Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010