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7. November 2008, kurz vor zwölf. Ein Lastwagen und ein Kleinbus erreichen den Platz zwischen Reichstag und Bundeskanzlerinnenamt. Aus dem Kleinbus steigen Aktivistinnen und Aktivisten in typischer Niedriglohnmontur. Aus dem Lastwagen laden sie überdimensonale Mindestlohnwahlboxen aus. Knapp ein Jahr vor der Bundestagswahl starten ver.di und NGG die Kampagne „Stimmen für den Mindestlohn“. Der Auftakt an diesem Ort hat Symbolwirkung: Die beiden Gewerkschaftsvorsitzenden Frank Bsirske, ver.di, und Franz-Josef Möllenberg, NGG, geben von hier eine klare Botschaft an die Politik. ver.di und NGG werden sich im Superwahljahr 2009 in die politische Auseinandersetzung einmischen. Klare Forderung: Mindestlohn per Gesetz! Auch im Internet ist die Kampagne von nun an mit einem modernen Auftritt präsent: www.mindestlohn09.de
Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010