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Eine Container-Installation unterstützt die Kampagne „Stimmen für den Mindestlohn“. Ab Januar ist sie in 18 deutschen Städten zu sehen. Der Startschuss fällt am 2. Januar in Wiesbaden. Der Ort ist mit Bedacht gewählt. In Hessen finden im Januar Landtagswahlen statt. Die Installation besteht aus zwei übereinander gestapelten, zwölf Meter langen Überseecontainern. Rund um den Container sind auf Augenhöhe zwölf kleine Fenster angebracht. Durch sie hat man einen Blick in Schaukästen. Betroffene, Bürgerinnen und Bürger sowie bekannte Persönlichkeiten erheben darin ihre Stimme für den gesetzlichen Mindestlohn. So auch die Bäckerei-Fachverkäuferin Annett Heinrich aus Ludwigsfelde: „Selbst mit einem Lohn von 7,50 würde ich ohne Zuschüsse vom Staat meine Familie nicht ernähren können. Ich würde einem Politiker gerne einmal anbieten, unsere Gehälter für einen Monat zu tauschen.“ Ihr Statement zeigt: Die gewerkschaftliche Mindestlohnforderung ist keineswegs überhöht. Aus Sicht der Gewerkschaften ist es unwürdig, ja respektlos gegenüber der Leistung von Menschen, dass sie trotz harter Arbeit in die Armut gedrängt werden. Würde hat ihren Wert und Arbeit hat ihren Preis. Deshalb brauchen wir den allgemeinen – flächendeckenden, branchenübergreifenden – gesetzlichen Mindestlohn!
Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010