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12. September,14:00 Uhr, Berlin Mitte. Kaum eine Wolke zeigt sich am Himmel. Plötzlich passiert etwas Ungewöhnliches. Dort, wo früher der Palast der Republik stand, versammeln sich schlagartig fast 200 Menschen und bilden eine Schlange. An ihrem Ende steht eine rote Box. Es ist eine Wahlurne, in die Frauen und Männer allen Alters nach und nach ihre Stimmzettel für den Mindestlohn werfen. Bei der Aktion handelt es sich um einen „Flashmob“ – eine neue Aktionsform, bei der sich scheinbar spontan blitzartig eine Menschenmenge zu einer ungewöhnlichen Aktion zusammenfindet. In fast 50 Städten in ganz Deutschland versammeln sich zeitgleich Menschen an einem gut sichtbaren Ort, um ihre Stimmzettel für den Mindestlohn abzugeben. Bis zu 600 Ja-Stimmen kommen pro Abstimmungsort zusammen. Die Aktion, zu der überwiegend per sms und E-Mail und sogar mit einem Kino-Spot mobilisiert wurde, findet auch in den Medien großen Anklang. Und das gut zwei Wochen vor der Bundestagswahl. Ein voller Erfolg!
Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010