Rückblick

 

Was haben der Wochenmarkt in Heide, die CDU Parteizentrale in Berlin und die Internet-Welt Second Life gemeinsam? Diese Orte waren in den vergangenen Jahren Schauplatz der Kampagne für einen gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland! Im März 2006 startete die Initiative Mindestlohn der Gewerkschaften ver.di und Nahrung Genuss Gaststätten (NGG). Die Ausgangssituation war bedrückend: Löhne und Gehälter befanden sich im freien Fall, immer mehr Menschen konnten – und können! – von ihrer Arbeit nicht leben. Doch während die meisten europäischen Ländern Mindestlöhne haben, gab es in Deutschland noch nicht einmal eine Debatte darüber.

Das hat sich geändert. Mit Unterschriftensammlungen, einer Informationsoffensive und unzähligen lokalen Aktionen setzten die Gewerkschaften das Thema auf die Agenda. Dazu gehörten die Mindestlohn-Infotour quer durch die Republik – unter anderem nach Heide – die Kennzeichnung des CDU Hauptsitzes als „Hungerlohnzentrale“ und eine Demonstration in der Internet-Welt Second Life, außerdem ständige Aktionen vor Ort überall in Deutschland. Einige Höhepunkte der Kampagne dokumentiert der Rückblick.

Heute ist die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn in der politischen Debatte fest verankert. Drei Viertel der Bundesbürger sprechen sich dafür aus, einen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde für alle Beschäftigten einzuführen. Doch noch immer weigert sich die Bundesregierung hartnäckig. Deshalb ist klar: Die Aktionen werden weitergehen!

 

Trotz Krise erhöhten acht europäische Staaten zu Beginn des Jahres ihre Mindestlöhne. In Deutschland hingegen lässt ein flächendeckender, gesetzlicher Mindestlohn noch immer auf sich warten. Doch das ist kein Grund für die Gewerkschaften von ihrer Forderung abzurücken. Im Gegenteil: Auf dem DGB-Bundeskongress im Mai beschlossen sie, ihre Mindestlohnforderung von 7,50 Euro auf 8,50 Euro pro Stunde anzuheben. Im Verlauf des Jahres beginnt der Widerstand gegen Mindestlöhne im Land zu… 

 
 

Gleich mehrfach wurden die Bürgerinnen und Bürger im Jahr 2009 zur Wahlurne gebeten, um Landtage, das Europa-Parlament und den Bundestag zu wählen. Unter diesem Vorzeichen zeigte sich auch die Mindestlohn-Kampagne in neuem Gewand. Mit der klaren Forderung „Mindestlohn per Gesetz!“ starteten ver.di und die NGG mit der Kampagne „Stimmen für den Mindestlohn“ ins Superwahljahr. Neue Partner wurden gewonnen, neue Themen auf die politische Agenda gesetzt und neue, kreative Aktionsformen… 

 
 
 

Im Krisenjahr 2008 ging die Mindest.Tour in ihre zweite Runde. Fast 100 Stationen steuerte der Mindestlohn-Truck samt der mobilen Ausstellung „Arm trotz Arbeit“ an und erreichte so erneut tausende Menschen. Mit beachtlichem Erfolg: 80 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sprachen sich Ende des Jahres laut einer Umfrage für Mindestlöhne aus. "Deutschland braucht den Mindestlohn" hieß es im April auch auf einer Groß-Demonstration des Europäischen Gewerkschaftsbunds in der… 

 
 

„Druck halten!“ Unter diesem Motto startete die Mindestlohn-Kampagne in ihr zweites „Geschäftsjahr“. Nachdem die Kampagne 2006 das Problem niedriger Löhne und die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn auf die Tagesordnung gesetzt hatte, ging es 2007 in die Tiefe und in die Breite. In verschiedenen Städten wurden Mindestlohn-Aktionen organisiert; regionale Bündnisse entstanden. Der Kampagnen-Höhepunkt war die Mindestlohn-Sommer-Tour 2007. Von Mai bis Juli reiste ein roter… 

 
 
 

7. März 2006, 9:30 Uhr. Berlin-Mitte: Der Wind pfeift bitterkalt, aber den zwei Männern in Kletterausrüstung, die auf dem Dach der ver.di Bundesverwaltung arbeiten, wird trotzdem warm. Sie knoten, zurren, spannen – endlich ist es geschafft: Ein überdimensionales Transparent leuchtet von der Fassade des roten Backsteinbaus am Spreeufer: „Arm trotz Arbeit?“, steht dort. Und darunter: „Kein Lohn unter 7,50 Euro pro Stunde!“ Es ist der Startschuss für die Initiative Mindestlohn. Die… 

 
 
 
 

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Lohndumping durch Werkverträge in der Fleischindustrie
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14.10.2011
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Lohndumping durch Werkverträge in der Fleischindustrie

Europäische Fleischkonzerne zieht es nach Deutschland. Der Grund: Nirgendwo gibt es so gute Bedingungen für Lohndumper. Doch es geht auch fair. Streik TV hat ein mittelständisches Unternehmen besucht, in dem unternehmerische Verantwortung noch zählt.


Leben ohne Mindestlohn: Berufsportrait Friseur
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25.05.2011
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Gutes Geld für gute Arbeit – das gilt in Deutschland für viele nicht. Jeder fünfte Deutsche muss trotz Arbeit Hilfe von Staat beantragen. Laut Studien ist die Zahl der Niedriglohnempfänger in den letzten 10 Jahren rapide um 2,3 Millionen gewachsen. Ein ...


Leben ohne Mindestlohn
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29.04.2011
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Leben ohne Mindestlohn

6 Euro 50 als Verkäufer/in. 4 Euro als Friseur. 5,50 als Bäcker. Niedriglohn - das bedeutet ein Einkommen, das niedriger ist als 2/3 des mittleren Lohns. Seit Mitte der 90er Jahre wächst der Niedriglohnsektor in Deutschland kontinuierlich.  und so auch die ...


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Bemerkenswert

Dumpinglöhne

Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne

Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011

 

Kinderarmut

Armut und Reichtum in Deutschland

Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011


 

Prekäre Beschäftigung

Video: Generation befristet

Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010


 

Altersarmut

Bedrohliche Altersarmut - Riesterrente auf dem Prüfstand

Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010

 
 
 

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