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Gesetzlicher Mindestlohn
vs. Branchenmindestlöhne
Auf dem Bundesparteitag der CDU im November in Leipzig liegt ein Antrag zur Einführung eines Mindestlohnes vor, der zur Annahme empfohlen wird. Diese Lohnuntergrenze solle hierbei durch eine Kommission der Tarifpartner festgelegt werden. Einen konkreten Vorschlag für eine solche Kommission haben ver.di und NGG bereits 2006 unterbreitet.
2008 kippte der Europäische Gerichtshof das Vergabegesetz in Niedersachsen. Die Vergabe von öffentlichen Aufträgen an das Zahlen örtlicher Tariflöhne zu koppeln, verstoße gegen die Dienstleistungsfreiheit der EU und die Entsenderichtlinie für Arbeitnehmer.
Gesetzlicher Mindestlohn
vs. Branchenmindestlöhne
Die Regierungskoalition in Brandenburg setzt sich für einen Mindestlohn von acht Euro pro Stunde bei der Ausführung öffentlicher Aufträge ein.
Gesetzlicher Mindestlohn
vs. Branchenmindestlöhne
Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Bundesverband der Träger beruflicher Bildung (Bildungsverband) fordern einen Mindestlohn für die Weiterbildung.
Forderungen nach einem allgemeinen Mindestlohn kamen in der CSU bisher nur aus dem Arbeitnehmerflügel der Partei (CSA).
Gesetzlicher Mindestlohn
vs. Branchenmindestlöhne
Seit dem 1. Juni 2011 gilt für die Beschäftigten des Wach- und Sicherheitsgewerbes in Deutschland ein allgemeinverbindlicher Mindestlohn. Kein Unternehmen der Branche, also auch keines mit Sitz im Ausland, darf seinen Beschäftigten weniger als 6,53 Euro pro Stunde zahlen.
Gesetzlicher Mindestlohn
vs. Branchenmindestlöhne
Der Mindestlohn im Baugewerbe ist eine wirksame Lohnuntergrenze, die von Arbeitgebern nur selten durchbrochen wird – doch dazu sind Kontrollen notwendig.
Künftig soll die Einhaltung der neuen Mindestlöhne in der Zeitarbeit behördlich kontrolliert werden. Das sieht ein Gesetz vor, das der Bundesrat Ende der vergangenen Woche verabschiedet hat.
Gesetzlicher Mindestlohn
vs. Branchenmindestlöhne
Der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-VorpommernTill Backhaus (SPD) hat sich für einen Mindestlohn in der Landwirtschaft ausgesprochen. "Ein Mitarbeiter, der Tiere betreut oder hochwertige Maschinen bedient, sollte mindestens 15 Euro in der Stunde verdienen" , sagte der Minister am Dienstag bei der Vorstellung des Agrarberichtes in Schwerin.
Die Industriegewerkschaft Bauen Agrar Umwelt (IG BAU) fordert die Bundesregierung auf, sich zügig um vernünftige Mindestarbeitsbedingungen für Forstarbeiter zu kümmern. „Die lange Verzögerung bei der Einführung von Mindestlöhnen in der Branche ist für Mitarbeiter und Betriebe unverständlich“ , so Harald Schaum, Mitglied im Bundesvorstand der Forstgewerkschaft.
Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010