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2009 arbeiteten etwa 640.000 Frauen weniger Vollzeit als noch 1999 – die wenigsten können daher von ihrem Lohn leben. Das geht aus einer Anfrage der Partei DIE LINKE an die Bundesregierung zum Frauentag 2010 hervor, berichtet die Frankfurter Rundschau. Obwohl die Frauenerwerbsquote in Deutschland gestiegen sei, finden immer weniger Frauen eine Vollzeitstelle, kritisiert die Linkspartei.
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So habe laut Angaben der Bundesregierung die Zahl der Teilzeitjobs um 1,13 Millionen zugenommen, die der Minijobs um 930.000. Außerdem sei die Zahl der Frauen, die trotz Erwerbstätigkeit auf Hartz IV angewiesen seien, seit 2005 um fast die Hälfte auf 743.000 Frauen angestiegen. 54 Prozent aller Aufstocker seien demnach weiblich, obwohl im Bundesdurchschnitt deutlich mehr Männer als Frauen erwerbstätig seien.
Während die Bundesregierung die Flexibilisierung als Mittel für eine stärkere „Partizipation von Frauen“ auf dem Arbeitsmarkt feiert, kritisiert die Linkspartei: „Die Kehrseite ist aber, dass der Zuwachs fast ausschließlich auf unsichere und schlecht bezahlte Jobs zurückgeht.“ Frauen seien noch immer Arbeitskräfte zweiter Klasse, so Sabine Zimmermann, die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linkspartei.
Der schnellste und einfachste Schritt, um die Arbeitssituation von Frauen zu verbessern, sei die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns, so Zimmermann. Davon würden alle Frauen profitieren, die derzeit noch zu geringeren Stundensätzen arbeiteten.
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Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010