Frauen

08.03.2010

Immer mehr Frauen müssen aufstocken

2009 arbeiteten etwa 640.000 Frauen weniger Vollzeit als noch 1999 – die wenigsten können daher von ihrem Lohn leben. Das geht aus einer Anfrage der Partei DIE LINKE an die Bundesregierung zum Frauentag 2010 hervor, berichtet die Frankfurter Rundschau. Obwohl die Frauenerwerbsquote in Deutschland gestiegen sei, finden immer weniger Frauen eine Vollzeitstelle, kritisiert die Linkspartei.

© PhilPaul.com/ photocase.de

 

So habe laut Angaben der Bundesregierung die Zahl der Teilzeitjobs um 1,13 Millionen zugenommen, die der Minijobs um 930.000. Außerdem sei die Zahl der Frauen, die trotz Erwerbstätigkeit auf Hartz IV angewiesen seien, seit 2005 um fast die Hälfte auf 743.000 Frauen angestiegen. 54 Prozent aller Aufstocker seien demnach weiblich, obwohl im Bundesdurchschnitt deutlich mehr Männer als Frauen erwerbstätig seien.

Während die Bundesregierung die Flexibilisierung als Mittel für eine stärkere „Partizipation von Frauen“ auf dem Arbeitsmarkt feiert, kritisiert die Linkspartei: „Die Kehrseite ist aber, dass der Zuwachs fast ausschließlich auf unsichere und schlecht bezahlte Jobs zurückgeht.“ Frauen seien noch immer Arbeitskräfte zweiter Klasse, so Sabine Zimmermann, die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linkspartei.

Der schnellste und einfachste Schritt, um die Arbeitssituation von Frauen zu verbessern, sei die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns, so Zimmermann. Davon würden alle Frauen profitieren, die derzeit noch zu geringeren Stundensätzen arbeiteten.

 
 

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