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EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit
& Dienstleistungsfreiheit
Die ab Mai 2011 geplante Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für acht neue EU-Staaten könnte nach Einschätzung von Joachim Möller, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit, das Ausbreiten von „Schmuddelfirmen mit Hungerlöhnen“ befördern.
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„Es ist zu befürchten, dass in einigen Branchen Firmen auftreten, die Arbeitnehmer aus den neuen Mitgliedstaaten einsetzen, diesen sehr niedrige Löhne zahlen und es manchmal auch mit den Arbeitsschutzbestimmungen nicht so genau nehmen“, so Möller in der Frankfurter Rundschau. Diese Entwicklung wäre besonders bedenklich, wenn die Konkurrenz allein über den Preis und nicht über Innovation sowie Qualität von Produkt und Service laufe. „Es könnte zu einer Negativspirale kommen, wobei die schlechte Firma die gute verdrängt“, fürchtet Möller. „Auf der Strecke bleiben dann in erster Linie die Geringqualifizierten, von denen jetzt schon mehr als jeder Fünfte arbeitslos ist.“
Um dieser Entwicklung vorzubeugen spricht sich Möller daher für einen „mit Augenmaß festgelegten allgemeinen Mindestlohn“ aus. Denn Wettbewerb werde pervertiert, wenn er durch Lohndrückerei zustande komme. Möller geht davon aus, dass jährlich 100.000 Arbeitskräfte aus den neuen EU-Mitgliedstaaten einen Job in Deutschland suchen könnten.
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Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010