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Leiharbeit ist nicht nur ein unsicheres Beschäftigungsverhältnis, sondern wird auch schlecht bezahlt. Drei Viertel der vollzeitbeschäftigten Leiharbeitskräfte verdient nur einen Niedriglohn.
© TimToppik / photocase.com
Der Anteil der Vollzeitbeschäftigten im Niedriglohnbereich ist damit dreimal höher als im Durchschnitt aller Branchen. Jeder zehnte voll arbeitende Leiharbeitnehmer ist auf zusätzliche Unterstützung vom Staat angewiesen, damit das Geld zum Leben reicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA).
Demnach betrug das mittlere Bruttogehalt eines Leiharbeitnehmers im Jahr 2010 1.419 Euro pro Monat, nur gut halb so viel wie der mittlere Verdienst aller sozialabgabenpflichtig Vollzeitbeschäftigten, der bei 2.702 Euro pro Monat liegt. Die Schwelle, ab der in Deutschland ein Lohn als Niedriglohn bewertet wird, befindet sich laut BA bei 1.802 Euro pro Monat.
Im Dezember 2010 haben 73,7 Prozent der rund 671.000 der Vollzeit arbeitenden Leiharbeiter weniger als die Niedrigschwelle verdient. Über alle Branchen hinweg hat der Anteil der Niedriglöhner im Vergleich 22,8 Prozent betragen. Mit 776.000 Leiharbeitern im Jahresdurchschnitt gab es im vergangenen Jahr laut BA einen neuen Beschäftigungshöchststand. Der Anteil der Beschäftigten in der Leiharbeit an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist mittlerweile auf knapp drei Prozent gestiegen.
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Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010