Aufstocker

28.07.2011

Leiharbeit gleich Niedriglohn

Leiharbeit ist nicht nur ein unsicheres Beschäftigungsverhältnis, sondern wird auch schlecht bezahlt. Drei Viertel der vollzeitbeschäftigten Leiharbeitskräfte verdient nur einen Niedriglohn.

Apfel und Ei

© TimToppik / photocase.com

 

Der Anteil der Vollzeitbeschäftigten im Niedriglohnbereich ist damit dreimal höher als im Durchschnitt aller Branchen. Jeder zehnte voll arbeitende Leiharbeitnehmer ist auf zusätzliche Unterstützung vom Staat angewiesen, damit das Geld zum Leben reicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA).
Demnach betrug das mittlere Bruttogehalt eines Leiharbeitnehmers im Jahr 2010 1.419 Euro pro Monat, nur gut halb so viel wie der mittlere Verdienst aller sozialabgabenpflichtig Vollzeitbeschäftigten, der bei 2.702 Euro pro Monat liegt. Die Schwelle, ab der in Deutschland ein Lohn als Niedriglohn bewertet wird, befindet sich laut BA bei 1.802 Euro pro Monat.
Im Dezember 2010 haben 73,7 Prozent der rund 671.000 der Vollzeit arbeitenden Leiharbeiter weniger als die Niedrigschwelle verdient. Über alle Branchen hinweg hat der Anteil der Niedriglöhner im Vergleich 22,8 Prozent betragen. Mit 776.000 Leiharbeitern im Jahresdurchschnitt gab es im vergangenen Jahr laut BA einen neuen Beschäftigungshöchststand. Der Anteil der Beschäftigten in der Leiharbeit an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist mittlerweile auf knapp drei Prozent gestiegen.

 
 

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Monitor, 25.03.2010

 
 
 

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