Aufstocker

23.02.2011

Aufstocken von Leiharbeit verteuert sich rasant

Niedriglöhne in der Leiharbeit werden im Rekordtempo immer teurer für den Steuerzahler. Allein im Juni 2010 musste der Bund 40 Millionen Euro ausgeben, um die zu niedrigen Gehälter von Leiharbeitnehmern aufzustocken. Das entspricht einer Steigerung von mehr als 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Diese Zahlen stammen aus einer Antwort des Arbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linkspartei. Für das gesamte Jahr 2010 liegen noch keine Zahlen vor.

© kallejipp/ photocase.com

 

Jedoch hat sich die Zahl der Leiharbeiter zwischen Juni 2010 und heute von 700.000 auf etwa eine Million erhöht. Demnach müssten auch die Hartz-IV-Leistungen mit angestiegen sein. Denn laut Bundesarbeitsministerium verdienten zum Jahresende 2009 drei Viertel der Leiharbeitskräfte einen Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle. Bei den regulär Beschäftigten sei es nur jeder Fünfte gewesen.

„Leiharbeit ist nicht nur ein Problem für die Betroffenen“, so die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Sabine Zimmermann. Die Aufstockung niedriger Gehälter mit Steuergeld sei zugleich auch „Lohndrückerei auf Kosten der Gesellschaft.“

Im Zuge der Verhandlungen zu Hartz IV wurde auch ein Mindestlohn für die Leiharbeit festgelegt. Diese Lohnuntergrenze soll ab dem ersten Mai 2011 gelten und 7,79 Euro pro Stunde in Westdeutschland sowie 6,89 Euro pro Stunde in Ostdeutschland betragen.

Zur Anfrage der Partei DIE LINKE und der Antwort der Bundesregierung

 
 

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