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Niedriglöhne in der Leiharbeit werden im Rekordtempo immer teurer für den Steuerzahler. Allein im Juni 2010 musste der Bund 40 Millionen Euro ausgeben, um die zu niedrigen Gehälter von Leiharbeitnehmern aufzustocken. Das entspricht einer Steigerung von mehr als 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Diese Zahlen stammen aus einer Antwort des Arbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linkspartei. Für das gesamte Jahr 2010 liegen noch keine Zahlen vor.
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Jedoch hat sich die Zahl der Leiharbeiter zwischen Juni 2010 und heute von 700.000 auf etwa eine Million erhöht. Demnach müssten auch die Hartz-IV-Leistungen mit angestiegen sein. Denn laut Bundesarbeitsministerium verdienten zum Jahresende 2009 drei Viertel der Leiharbeitskräfte einen Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle. Bei den regulär Beschäftigten sei es nur jeder Fünfte gewesen.
„Leiharbeit ist nicht nur ein Problem für die Betroffenen“, so die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Sabine Zimmermann. Die Aufstockung niedriger Gehälter mit Steuergeld sei zugleich auch „Lohndrückerei auf Kosten der Gesellschaft.“
Im Zuge der Verhandlungen zu Hartz IV wurde auch ein Mindestlohn für die Leiharbeit festgelegt. Diese Lohnuntergrenze soll ab dem ersten Mai 2011 gelten und 7,79 Euro pro Stunde in Westdeutschland sowie 6,89 Euro pro Stunde in Ostdeutschland betragen.
Zur Anfrage der Partei DIE LINKE und der Antwort der Bundesregierung
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Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
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Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010