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Taxiunternehmen

Geweint nach der letzten Bundestagswah

Taxifahrer: Ich arbeite 6 Tage am Stück zu je 12 Stunden - davon 3 Tage Frühschicht, 3 Tage
Nachtschicht und 3 Tage frei (Brutto-Stundenlohn: 3,81 Euro, 1.100 Euro brutto im Monat. Meine Freundin hat einen 1,30 Euro-Job in dem sie todkranke Kinder betreut. Das muss man sich mal vorstellen. Wir haben 2 Kinder und versuchen, dass sie nichts von unserer Lebenssituation merken. Ich hab es einfach satt, immer nur zurück zu stecken. Sicher bin ich zu einem großen Teil selbst Schuld an meiner Lebenssituation. Aber dennoch sind Politiker zu nichts anderes da, als den Rahmen vorzugeben, damit es mir und den Menschen gut geht. Wie kann es sein, dass die Mehrheit der Menschen für den Mindestlohn sind, die Politik dieses aber nicht interessiert. Ich habe geweint nach der letzten Bundestagswahl.
-Bayern-260




Moderne Sklavenhalter sollten sich schämen

Um einigermaßen über die Runden zu kommen, muss ich im Monat mehr als 200 Stunden arbeiten (Brutto-Stundenlohn: 5,50 Euro). Man lebt von der Hand in den Mund und ohne das Einkommen meiner Frau wäre ich aufgeschmissen. „Schämen sollten sich die modernen Sklavenhalter“.

-Brandenburg-231-




Mindestarbeitszeit von 250 Stunden im Monat

Bei 6,50 Euro brutto in der Stunde und einem Mindest-Stundensatz von 250 Stunden im Monat muss ich wohl nicht viel sagen. Meine Kinder sagen Onkel zu mir.

-Thüringen-230-




5,50 Euro Stundenlohn

Bin seit einigen Jahren als Aushilfs-Taxifahrer beschäftigt. Die Entlohnung erfolgt nach Arbeitszeit (Mini-Job) mit 5,50 Euro brutto in der Stunde. Kein Urlaubsgeld, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder Urlaubsgeld. Lohnerhöhungen werden abgelehnt!

-Hessen-226-




8 Stunden gearbeitet - 3 Stunden bezahlt

Wir dürfen für einen Hungerlohn arbeiten und die Zeiten werden ständig gekürzt, die wir für die Touren brauchen dürfen. Wir fahren rund 8 Stunden pro Tag und bezahlt werden wenn es hochkommt 3 Stunden (Bruttostundenlohn: 5,80 Euro). Es ist nicht selten, dass wir 12 Stunden unterwegs sind.

-Sachsen-183-




156 Stunden für 900 Euro brutto

Ich bin allein stehend, verwitwet, und arbeite 3 Mal 12 Stunden in der Woche und einmal im Monat noch einen ganzen Samstag oder Sonntag – ebenfalls je 12 Stunden. Das macht dann zusammen 156 Stunden im Monat. So komme ich auf rund 900 Euro brutto. Sollten wir ein Auto beschädigen, müssen wir das auch noch bezahlen, ist mir im vergangenen Jahr passiert, da wurden mir 300 Euro vom Gehalt einbehalten.

-Niedersachsen-141-




5,83 brutto-Nacht-und Feiertagszuschläge sind schon dabei

Ich arbeite seit April 2008 als Taxifahrer. Arbeite nur nachts - immer 12 Stunden! Erhalte Zuschläge für die Nacht-, Sonn- und Feiertagarbeit. Der Stundenlohn - mit Zuschlägen- beträgt maximal 5,83 Euro. Außerdem können die Abrechnungen nicht überprüft werden, da man keine Aufstellung über die Zusammensetzung des Stundenlohnes und der Zuschläge erhält. Ich bin davon überzeugt, dass nicht der vertraglich ausgemachte Lohn bezahlt wird, da nicht nachprüfbar!

-Baden-Württemberg-134-




1,50 Euro pro Stunde bei Krankheit

Habe 30 Jahre als Taxifahrer gearbeitet. Anfangs bekam man 1.400 D-Mark brutto Festlohn, nach dem Wechsel zum Euro zunächst jahrelang 700 Euro, seit 2 Jahren dann 880 Euro brutto. Die Unternehmer gingen dann dazu über, bei gleichem Lohn, mehr Arbeitszeit zu verlangen. Wie selbstverständlich wurde die sechs-Tage-Woche eingeführt (oft genug hat man auch sieben Tage über Monate gearbeitet), natürlich werden 10 bis 2 Stunden täglich erwartet! Urlaubsgeld? - was ist das? Weihnachtsgeld? Nie gehört! Krankfeiern? Geht schon, aber dann muss man von 12,07 Euro leben können, soviel bekam ich 2005 pro Tag, als ich einen Monat in Kur war! Davon konnte ich noch nicht einmal meine Miete zahlen! Als ich mich weigerte - auf Grund meiner Erkrankungen - täglich 12 Stunden zu arbeiten, bekam ich kurzer Hand die Kündigung mit den Worten: "Als Kleinunternehmer kann ich jederzeit kündigen ohne Angaben von Gründen!"

-Nordrhein-Westfalen-75-




Wie soll man mit Schwarzarbeit mithalten können?

Als Besitzer eines Taxiunternehmens wäre ich bereit, 7,50 EUR zu zahlen. Leider beauftragen die Kommunen aber oftmals Unternehmen, die Dumpinglöhne zahlen (oftmals auch durch Schwarzarbeit). Ich frage mich, wie ich da noch mithalten kann. Diese Entwicklung wurmt mich sehr.

-Mecklemburg-Vorpommern-




55 Stunden Wochenarbeitszeit, keine geregelten Pausen

Wochenarbeitszeit 55 Std. Keine geregelten Pausenzeiten. Urlaub vor 5 Jahren von 27 Tagen auf 20 Tage gekürzt. Für zwei Wochen Krankenhausaufenthalt 10 Tage Urlaub gestrichen bekommen. Für Feiertagsarbeit zwei Euro in der Stunde bekommen. Nachtzuschläge gibt es nicht. Schäden an den Fahrzeugen müssen die Fahrer selbst bezahlen. Aber die Not macht den Menschen gefügig. Mit 56 - also Maul halten und weiterbuckeln.

-Bayern-67-




200 Stunden Arbeit-Familienleben gleich null

 Muss viele, viele Stunden arbeiten, um (Über) Leben zu können. Das heißt, 200 Stunden im Monat in denen meine Familie nichts von mir hat und ich nichts von ihnen.

-Bayern-61-




Bei 5,00 Euro Stundenlohn muss man 12 Stunden täglich arbeiten

 Arbeitszeiten täglich 12 Stunden. Auf Grund des Stundenlohnes von 5 Euro brauche ich diese Stundenzahl um leben zu können. Da meine Frau auch noch arbeitet und die Kinder teilweise selbstständig sind, brauche ich keine staatlichen Zuschüsse. Da ich nachts arbeite bekomme ich noch Nachtzuschläge steuerfrei von rund 300 Euro, die nicht im Bruttobetrag enthalten sind. Jedoch nicht bei Krankheit und im Urlaub. Die Kollegen der Tagschicht bekommen jedoch nur 5 Euro in der Stunde. Da ich in einem Alter bin, in dem ich keine andere Arbeit bekomme, muss ich froh sein, diese Arbeit zu haben. Ich bin gelernter Malermeister und Betriebswirt im Handwerk.

-Baden-Württemberg-57-




Ab Monatsmitte Kühlschrank fast leer

 Was soll man da noch sagen. Ab Monatsmitte ist der Kühlschrank fast leer.

-Sachsen-Anhalt-27-



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