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Postbranche

Wer sich weigert die Briefe mit zu verteilen wird gekündigt

Zeitungszusteller: Ich arbeite als Zeitungszusteller. Seit dem 01.01.2010 müssen wir im Außenbezirk, wo wir die Zeitung verteilen, auch Briefe austragen. Wir bekommen pro Brief 10 Cent incl. Nachtzulage in Höhe von 17 Prozent. Wenn ich alle Unkosten die mir dadurch zusätzlich entstehen (zusätzliche Kosten fürs Auto) von dem Geld das ich für die Briefe bekomme abziehe, habe ich einen Stundenlohn ca. zwischen 50 Cent und einem Euro, wer sich weigert die Briefe mit zu verteilen wird gekündigt.

-NRW-280-




Wenn man nach mehr Lohn fragt braucht man den nächsten Tag nicht mehr kommen

Kurierdienst: Bekomme eine kleine Berufsunfähigkeitsrente - arbeite 5 Tage die Woche von 7 Uhr bis 13 Uhr für einen Lohn von 4,50 Euro. Diese Firma hat circa 100 Angestellte die auch so bezahlt werden, wenn man nach mehr Lohn fragt wird sofort gesagt man brauche den nächsten Tag nicht mehr kommen. Wir haben keine Arbeitsverträge, es wird kein Urlaubs-Weihnachtsgeld, kein Krankengeld bezahlt - nichts.
-NRW-273-




Lohnanpassung: 20 Prozent weniger

Privater Zustelldienst: Laut Arbeitsvertrag arbeite ich 35 Wochenstunden, real sind es aber rund 45 Arbeitsstunden. Der Brutto-Stundenlohn für Kurierfahrten beträgt 5,50 Euro (plus 0,20 Euro pro Kilometer – das ist nicht kostendeckend). Wir fahren nur mit Privat-Pkws, rund 2.000 Kilometer reiner Stadtverkehr plus 1.000 Kilometer für Brief- und Zeitungszustellung, die nicht vergütet werden und 3,50 bis 6,50 Euro brutto für Briefzustellung (je nach Briefanzahl, Vergütung erfolgt pro Brief). Eine „Lohnanpassung“ im Oktober 2007 ergab 20 Prozent weniger Geld für jeden zugestellten Brief. Positives ist, dass die Firma Urlaubs- und Weihnachtsgeld zahlt und dass es immer pünktlich da ist.

-Sachsen-Anhalt-218-




Keine Zeit für Familie

Arbeitszeit: 12 bis 14 Stunden täglich, 6 Tage in der Woche. Das macht eine Wochenarbeitszeit von 60 bis 75 Stunden. Um meine Familie zu versorgen, muss ich bei einem Brutto-Stundenlohn von 5,62 Euro so zwischen 270 bis 330 Stunden im Monat arbeiten, was für das Familienleben nicht besonders gut ist – von der Gesundheit nicht zu schweigen.

-Sachsen-197-




3,30 pro Stunde, das Arbeitsaufkommen steigt immer weiter

Ich bin Bezieher von Hartz IV, arbeite seit 8 Jahren als Zeitungszusteller, in der Zeit von 4 bis 6 Uhr. Das Arbeitsaufkommen wird immer größer, seit April stellen wir auch Briefe zu und seit Juli wurde uns noch die Zustellung einer weiteren Tageszeitung aufgehalst, bei einer monatlichen Arbeitszeit zwischen 38-43 Stunden (montags bis samstags) ergibt das einen Lohn zwischen 128 und143 Euro, das entspricht rund 3,30 Euro pro Stunde. Als ich mit dem Job anfing, kostete das Monatsabonnement 16,40 DM, jetzt kostet die Zeitung 19,20 Euro im Monat - aber bei den Zustellern ist kein Cent mehr angekommen.
-Thüringen-175-




Von 00.15Uhr bis 19.00 Uhr arbeiten für knapp 1.000 netto

Nachts um 00.15 aufstehen. Dann Zeitungen zu den Austrägern fahren. Das dauert bis etwa 5 Uhr. Weiter auf Anruf warten. Kann jederzeit sein, so dass man keine geregelte Freizeit hat. Teilweise geht das soweit, dass man um 19 Uhr erst heimkommt und dann wieder schlafen muss. Und das für knapp 1.000 Euro netto.

-Baden-Württemberg-142-




270 Euro zum Leben, Rest wird vom Ersparten abgezogen

Ich arbeite Vollzeit (40-Stunden-Woche). Überstunden werden nicht bezahlt, dadurch verringert sich der Stundenlohn. Laut Tarifvertrag steht mir ein Stundenlohn für Briefzusteller von 9,80 Euro brutto zu. Der Arbeitgeber zahlt diesen Stundenlohn nicht - nur 7,50 Euro brutto. Meine Partnerin musste Hartz IV beantragen. Wir sind eine Bedarfsgemeinschaft, so wurde Hartz IV abgelehnt, wegen zu hohem „Vermögen“. Vermögen, das hart erarbeitet wurde, um im
Alter abgesichert zu sein. Da wir nicht verheiratet sind, ist meine Partnerin aus der Krankenkasse geflogen und muss den Beitrag selbst
zahlen. Zurzeit müssen wir zu zweit von rund 1.071 Euro im Monat leben. Nach Abzug aller laufenden kosten (einschließlich Krankenversicherungs-Beitrag) bleiben uns rund 270 Euro Lebenskosten. Den Rest müssen wir aus dem Ersparten dazubuttern.

-Niedersachsen-73-




Netto-Einkommen von 1.000 Euro für 15-20 Stunden täglich

Ich arbeite täglich 15 bis 20 Stunden. Ich arbeite für eine Spedition und fahre Touren. Ende des Monats habe ich ein Netto-Einkommen von rund 1.000 Euro, was einem Stundenlohn von 2,50 bis 3 Euro entspricht. Ich bin verzweifelt.

-Baden-Würtemberg-56-




Kurierfahrer sind Rentner, Hartz IV, Aufstocker, Studenten

Bei meinem Job als Kurierfahrer werden so genannte Tourenpreise gezahlt, die sich nach Anzahl der Apotheken und gefahrenen Kilometern errechnen. Zeitaufwand wird nicht berücksichtigt. Beispiel: acht Apotheken, gefahrene Strecke rund 40 Kilometer; Fahrzeit 1.45 bis 2 Stunden; Be- und Entladen je circa15 min. Tourenpreise umgerechnet auf Stundenlohn ergibt max. 3,50 Euro brutto. Kurierfahrer sind Rentner, Hartz IV, Aufstocker, Studenten etc. Viele sind darauf angewiesen, müssen davon leben.

-Nordrhein-Westfalen-49-




10 Stunden täglich für 5,19 Euro pro Stunde - weniger als ein Azubi!

In den letzten sechs Wochen hatte ich eine sechs-Tage-Woche mit je 10 Stunden reine Arbeitzeit (Stundenlohn brutto: 5,19 Euro; im Monat 780 Euro brutto). Dadurch dass ich noch bei meinen Eltern wohne, bin ich auf staatliche Unterstützung nicht angewiesen. Habe jetzt gerade meine Schule mit Fachoberschulreife abgeschlossen und bin zum nächsten Jahr auf Ausbildungssuche. Ich finde es natürlich nicht sozial, dass ich trotz voller Arbeitskraft weniger als ein Auszubildender verdiene.

-Nordrhein-Westfalen-47-




Stundenlohn von 5,50 Euro brutto und zusätzlich Hartz IV

Bei meinem Arbeitgeber, einem privaten Zustelldienst wird ein Stundenlohn von 5,50 Euro brutto gezahlt. Viel zu wenig für die anstrengende Akkordarbeit, bei ständig steigendem Briefaufkommen. Die Firma behauptet, dass sie ein Tochterunternehmen sei und daher kein Tariflohn gezahlt werden müsse. Außerdem sehe ich einen Urlaubsanspruch von nur 20 Tagen im Jahr als nicht gerechtfertigt an. Ich muss zusätzlich Hartz IV beantragen, um einigermaßen über die Runden zu kommen.

-Sachsen-Anhalt-29-




270 bis 330 Stunden im Monat um die Familie zu versorgen

Arbeitszeit 12 bis 14 Stunden täglich – Sechs-Tage-Woche – Wochenarbeitszeit 60 bis 75 Stunden. Um meine Familie zu versorgen, muss ich so zwischen 270 bis 330 Stunden im Monat arbeiten, was für das Familienleben nicht besonders gut ist von der Gesundheit ganz zu schweigen.

-Sachsen-16-




Nicht einmal 7 Euro pro Stunde

Bei uns im Paketdienst in Thüringen herrschen miserable Arbeitsbedingungen. Dazu kommen noch die Dumpinglöhne von nicht einmal 7 Euro die Stunde. Die Wochenarbeitszeit ist bei den Meisten auf 30 Stunden angesetzt, somit erhält man einen Bruttoverdienst von 906 Euro. Netto sind das rund 725 Euro. Gerade hier, in der Logistikbranche, müsste was getan werden!!! Die meisten Leute verschicken ja ihre Pakete mit privaten Anbietern weil diese ja billiger sind. Ein Blick hinter die Kulissen wird den meisten aber die Augen öffnen. Klar, bei der Post kostet der Paketversand mehr. Aber fragen Sie doch mal die Mitarbeiter, ob diese ergänzende Leistungen beantragen müssen!!!

-Thüringen-7-



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