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Hotel- & Gaststättengewerbe

Die Arbeitsbedingungen machen mich krank

Küchenhilfe: Ich bin keine Aushilfe, sondern ich bin gelernte Hauswirtschafterin und Konditorin. Jetzt bin ich angestellt als Küchenhilfe (für 5,50 Euro brutto in der Stunde, das macht 630 Euro brutto im Monat). Ich bin psychisch und physisch krank, denn die Dienstzeiten werden von heute auf morgen verteilt, das Gehalt kommt immer zehn Tage zu spät. Ich arbeite als Zimmermädchen, Küchenhilfe, Wäsche, Putzfrau, muss meine Arzttermine/Termine absagen weil ich die Arbeitszeiten kurzfristig erhalte. Ich muss „aufstocken“, und leider meine Kinder immer öfter enttäuschen.

-Bayern-312-




Ich bin auf finanzielle Unterstützung angewiesen

Koch: Ich arbeite Vollzeit in der sächsischen Landeshauptstadt in einem Gaststättenunternehmen in zentraler Stadtlage!! Mein Lohn beträgt 5,50 Euro brutto pro Stunde plus 200 Euro Prämie als Kann-Bestimmung (also bloß nicht krank werden, dann gibt’s keine Prämie). Meine Eltern und Großeltern müssen mich unterstützen.

-Sachsen-311-




5,40 Euro BRUTTO

Als verheiratete Köchin mit einem Kind in Brandenburg verdiene ich 1.200 Euro brutto, das sind 5,40 Euro brutto in der Stunde.

-Brandenburg-306-




Als Schichtleiter muss ich jeden Abend den Laden schrubben.

Systemgastronomie: Ich melde mich, weil die Arbeit, die ich mache zu schlecht bezahlt wird. Ich als Schichtleiter und der Barista („Kaffeekünstler“) in einem Coffee-Shop müssen jeden Abend noch die Toiletten wie auch den ganzen Boden des Ladens schrubben oder wischen. Darüber hinaus sollen wir jetzt sogar noch die Fenster sauber machen – wegen der Klima-Anlage. Dazu kommt ja noch der normale tägliche Ablauf, den man natürlich in meiner Position schaffen muss (Brutto-Stundenlohn: 8,50 Euro; Bruttolohn im Monat: 1.658 Euro).

Aber ich sehe dass die unzumutbare Arbeit von Woche zu Woche mehr wird. Deshalb brauche ich Rat. Ich habe eine 2-jährige Tochter und ein Baby. Trotzdem werde ich sechs Tage in der Woche auf fast 45 Stunden eingeplant.

-NRW-304-




Stundenlohn von 7,93 Euro

Küchenleiter: Seit März 2010 arbeite ich als stellvertretender Küchenleiter für einen brutto Stundenlohn von 7,93 Euro.
Brandenburg -292-




Bezahlung unter Tarif

Servicekraft: Ich gehe im Nachtdienst arbeiten, durchschnittlich 7 Stunden pro Tag und fühle mich mit der Bezahlung unter Tarif bezahlt (6,50 Euro brutto). Mehr Lohn/Gehalt kann mein Chef nicht zahlen, da er das Restaurant im Dezember 2009 eröffnet hat und der Umsatz nicht dem entspricht, was er sich erhofft hat.
-Schleswig-Holstein-281-




Jeden Monat mehr Minus

Koch: 1.400 Euro Nettolohn für einen verheirateten Familienvater, der nicht raucht, nicht trinkt, 100 Prozent zuverlässig ist. Es gibt bei Wochenendarbeit keinen Sonntagszuschlag, kein Feiertagszuschlag und feiertags auch nicht frei. Das Arbeitsverhältnis läuft seit April 2008. Bis jetzt wurde kein einziger Urlaubstag genommen. Wohnungsmiete für 4 Personen im Landkreis München beträgt mehr als 1.000 Euro. Von den 400 Euro gehen noch Wasser Gas Strom ab. Bitte womit kann ich meine Familie satt bekommen? Es ist nur noch ein Trauerspiel, jeden Monat mehr Minus. Übrigens meine Frau ist erwerbsunfähig krank. Nicht einmal für wichtige Medikamente haben wir das Geld.
-Bayern-258-




Unverschämte Bezahlung

Zimmermädchen: Ich arbeite seit August als Zimmermädchen. Im nachhinein habe ich erfahren, dass man ja mindestens drei Zimmer in der Stunde schaffen muss. Dadurch, dass ich in verschiedenen Hotels mal arbeiten muss, werden auch mal 3,5 bis 4 Zimmer in der Stunde verlangt – was nicht zu schaffen ist. Im letzten Monat hatte ich unter 400 Euro netto auf meinen Konto, obwohl ich meist 6 bis 7 Stunden auf der Arbeit war - Wartezeiten und Flure saugen bekomme ich natürlich auch nicht bezahlt. Das finde ich unverschämt, geschweige denn geregelt frei zu bekommen. Des öfteren hat man nur einen Tag frei in der Woche. Manch andere Zimmermädchen arbeiten sogar manchmal 7 Tage oder noch mehr am Stück. (Brutto-Stundenlohn: 2,30 bis 5 Euro)

-Brandenburg-252-

 




Körperlich kaputt

Küchenhilfe: Aus dem erlernten Beruf durch einen Pflegefall zu lange raus, da bleiben bloß Helfertätigkeiten. Für eine Frau meines Alters (50 Jahre), in einem Urlaubergebiet, bleiben also nur Hotels und Gaststätten. Ich habe mich als Zimmermädchen beworben. Der Stundenlohn hätte 5,20 Euro betragen. Das nächste Hotel hat mich dann genommen. Ich habe dort als Küchenhilfe, als Reinigungskraft und auch im Bereich Service gearbeitet. Eine unbezahlte Überstunde täglich, meist war es jedoch mehr, das war normal.

Früh habe ich um 7 Uhr angefangen, ab 8 Uhr war bezahlter Dienstbeginn. Bei 300 Gästen, die 8 Uhr ein Frühstücksbüfett haben wollten, einer Küchenkraft und einer Servicekraft, wäre die geplante und bezahlte Arbeitszeit nicht möglich gewesen. Also habe ich unbezahlt immer früher angefangen. Nach über einem halben Jahr war ich körperlich kaputt. Wirbelsäule und Tennisarm. Ich kann diese Arbeiten nicht mehr machen. Ich habe teilweise durch viele unbezahlte Überstunden Vollzeit gearbeitet, habe aber trotzdem noch Geld vom Staat gebraucht. Unter diesen Vorraussetzungen kann man auch nicht noch privat fürs Alter vorsorgen. Altersarmut also schon vorprogrammiert.

Es ist eine Schande, wenn man von seiner Arbeit nicht mal mehr leben, geschweige denn noch sparen kann. Ich habe trotz Hartz IV eigentlich immer gearbeitet. Ich habe nach wie vor einen Pflegefall Stufe II, aber da ich auf Biegen und Brechen weg von der Staatshilfe wollte, habe ich immer alles versucht und angenommen, jedenfalls Teilzeit. Jetzt bin ich körperlich kaputt, zumindest sagen die Ärzte, dass ich nicht lange stehen, nicht lange sitzen, nicht schwer heben und nicht über Kopf arbeiten darf. Wo bitte gibt es diese Arbeit, ohne entsprechende Ausbildung und in meinem Alter?

-Bayern-247-




Senkung der Arbeitszeit bei Niedriglohn

Küchenhilfe: Am 1. April 2006 wurde mein Tätigkeitsbereich in der Küche eines Pflegeheims von meinem damaligen Arbeitgeber ausgegliedert. Bis zum heutigen Tage gab es keine Anhebung meines Arbeitslohnes. Er beträgt daher immer noch 6,15 Euro brutto in der Stunde. Zwischenzeitlich wurde meine wöchentliche Arbeitszeit auf 25 Stunden abgesenkt. Abschließend möchte ich ihnen für Ihren Einsatz zum Abschluss eines Mindestlohnes danken und wünsche Ihnen hierbei viel Erfolg.
-Sachsen-Anhalt-209-




Keine Hilfe

Arbeit gibt es bei mir ohne Ende. Was mich nervt und mich körperlich kaputt macht ist, das man sich aufreibt und am Ende des Monats noch ein bis zwei, ab und zu auch drei Wochen lang seinem Geld hinterher rennt und ständig Mahnungen bekommt. Weil man seine Rechnungen nicht pünktlich bezahlen kann. Obwohl man voll arbeitet und tut was man kann damit die Firma läuft.
Und wenn man sich irgendwo Hilfe holen will, wird man ausgelacht oder ständig an irgendjemanden weiter geschoben, wo man Tage lang auf einen Termin warten muss und am Ende doch nichts passiert. Ich weiß langsam nicht mehr was Gerechtigkeit bedeutet und habe es satt, das ich weniger Geld habe wenn ich 40 bis 60 Stunden die Woche arbeite, als wenn ich arbeitslos wäre.
-Sachsen-203-




6 Euro pro Stunde vermittelt vom Amt

Ich habe durch den Abriss unseres Wohngebietes meine Stelle als Hauswart verloren. Seit Februar 2009 bin ich auf der Suche nach einer festen Anstellung. Erst bekam ich bei einer Zeitarbeitsfirma einen Arbeitsvertrag über 36 Stunden in der Woche mit einem Brutto-Stundenlohn von 6,15 Euro. Nach einer Woche war ich wieder arbeit suchend. Ende August bekam ich vom Arbeitsamt wieder eine Stelle in der Zeitarbeit: 36-Stunden-Woche bei 6 Euro Bruttostundenlohn. Der Arbeitsweg beträgt im Durchschnitt pro Tag cirka 50 Kilometer.

-Sachsen-187-




4,10 Euro Stundenlohn

Ich gehe 3,5 Stunden in der Essenausgabe einer Grundschule arbeiten. Ich darf diesen Job nicht verlieren, weil ich mehr als 15 Stunden die Woche beschäftigt bin und sonst mein Hartz-IV-Antrag abgelehnt wird. Es ist egal dass ich da nur 4,10 Euro brutto in der Stunde verdiene. Darf mich auch nicht beruflich mit einer Umschulung verändern, um mehr Geld zu verdienen und nicht mehr auf die Arge angewiesen zu sein. Also gehe ich putzen, kellnern. In der Altenpflege bin ich ehrenamtlich eingestellt. Um irgendwann mal die Lücke zum „reinrutschen in einen Hauptberuf“ nicht zu verpassen.

-Sachsen-187-




Tägliche Überstunden - Arbeit ohne Pause

Ich arbeite in der Systemgastronomie mit einer 40-Stunden-Woche, aber ich mache jeden Tag Überstunden. Ich bekomme nur einen Tag in der Woche frei, obwohl mir zwei zustehen. Pausen gibt es bei uns selten, wer nicht fragt, oder selbst geht, der hat Pech. Mein Lebensgefährte arbeitet auch 37,5 Stunden die Woche und wir kommen vorn und hinten mit dem Geld nicht hin. Wir haben uns eine Mietwohnung zusammen genommen, die ist noch bezahlbar, aber man braucht ja noch ein bisschen mehr im Leben. Wir sehen uns kaum, und meine Arbeitszeiten sind ziemlich schlecht, ich bekomme auch keinen Dienstplan für eine Woche im voraus. Wir brauchen dringend mehr Mitarbeiter, aber unsere Chefs lassen alles unsere Restaurantleiterin machen, die damit völlig überfordert ist! Mir geht es gesundheitlich aufgrund des Stresses und der vielen Stunden ziemlich schlecht, ich habe kaum noch Energie, bin immer müde, und esse kaum und nicht gesund. Ich habe Angst das ich bald umfalle.

-Rheinland-Pfalz-184-




Es macht einen traurig, wenn es hinten und vorne nicht reicht

Man darf darüber nicht nachdenken was bei einem Brutto-Stundenlohn von 6,20 Euro in der Lohntüte ist. Es stimmt einen traurig - weil man den Job braucht und man froh ist, nicht arbeitslos zu sein. Aber es reicht nicht hinten und vorn um die täglichen Lebenskosten zu begleichen.

-Thüringen-176-




5,60 pro Stunde steht in keinem Verhältnis zur Arbeit

Ich lebe in einer eheähnlichen Beziehung mit einem Kind. Wir brauchen zwei Autos und wohnen zur Miete. Mein Partner hat Arbeit und Tariflohn. Wir sind sehr sparsam, so können wir uns Urlaub leisten (mit dem Auto). Dennoch steht mein Lohn als Köchin (Brutto-Stundenlohn: 5,60 Euro) in keinem Verhältnis zur Arbeit, es bleibt nichts übrig für Reparaturen und wichtige Neuanschaffungen oder Rücklagen.

-Sachsen-171-




300 Arbeitsstunden - 1.400 Euro

Meine Arbeitssituation: teilweise arbeite ich im Monat mehr als 300 Stunden für einen Bruttolohn von 1.400 Euro. Ich muss zu Hause ein Kind und eine Frau ernähren.

-NRW-167-




Bis zu 11 Stunden täglich-für die Familie bleibt keine Zeit

Viel Arbeit, ich bin schon halb verheizt! Bekomme nicht mal zwei Tage am Stück frei, mache oft 9-11 Stunden am Tag, bin abends fix und fertig und habe kaum Zeit für meinen Mann. Zur Zeit 190 bis 200 Stunden im Monat!

-Mecklenburg-Vorpommern-133-




4,10 brutto- die gesamte Arbeitszeit wird nie bezahlt

Ich arbeite in einer Cafeteria an einem Gymnasium. Von 8 bis 14 Uhr. Bekomme aber nur drei Stunden bezahlt und diese mit 4,10 EUR brutto. Da mein Mann noch arbeitet können wir momentan noch ohne Hartz IV leben. Aber viele meiner Kolleginnen können das nicht.

-Sachsen-129-




Dauernachtschicht für 6,20 brutto

Ich arbeite Dauernachtschicht. Habe einen Stundenlohn mit Zuschlägen von 6,20. Ich komme nur aufgrund der „privaten Hilfen“ über die Runden. Kann mir kein Auto und keinen Urlaub für mich und die Kinder leisten.

-Baden-Württemberg-124-




Stundenlohn von 5,08 und das bei 15 Jahren Betriebszugehörigkeit

Ich arbeite im 3-Schichtsystem, Überstunden werden nicht gezahlt. Monatlich ca. 15-20 Stunden, bei Nachtschicht ständige 6-Tagewoche, kein geregeltes Schichtsystem (z.B. mehrfache Nachtschichten hintereinander), Zulagen und Prämien sind weggefallen, Brutto-Stundenlohn: 5,08 Euro. Und das Ganze bei 15 Jahren Betriebszugehörigkeit.

-Sachsen-123-




Mein Kind gibt mir jeden Monat 100 Euro von ihrem Azubi-Lohn

Ich war arbeite seit rund einem Dreivierteljahr bei einer Zeitarbeitsfirma. Dort bekomme ich so zwischen 470 und 530 Euro netto im Monat. Von der Arge bekomme ich noch mal 97 Euro und meine Tochter muss (macht sie freiwillig) von ihrem Lehrlingsgehalt 100 Euro zum Lebensunterhalt beisteuern. Mit dem Unterhalt von meinem Ex-Mann haben wir etwa 1.000 Euro. Das ist natürlich nicht viel und ich muss jeden Monat schauen, das ich über die Runden komme. Ich arbeite an sechs Tagen in der Woche - und das für nur 3,25 Euro in der Stunde. Ich bekomme nicht die richtige Möglichkeiten, so zu arbeiten, wie ich möchte. Denn durch Ehe und Kinder habe nichts richtiges gelernt. Ich möchte auch nicht zum Behördenstatist werden und von den Almosen der Regierung leben.

-Hamburg-120-




Ohne Freizeit rutscht man schnell ins soziale Abseits

Ich arbeite circa 170 bis 180 Stunden im Monat (Brutto-Stundenlohn: 6 Euro plus Zulagen für Wochenende, Feiertage und Nachtarbeit). Man rutscht schnell ins soziale Abseits, wenn man kaum Freizeit hat. Ich habe gesundheitliche Probleme als chronisch Kranke, so fallen viele Kosten an. Es bleiben 200 Euro im Monat zum Leben übrig. Miete und Auto müssen auch noch bezahlt werden.

-Niedersachsen-110-




Zwei Köche für 300 Menschen für 750 Euro brutto

Eine Bekannte erhielt erst nach zwei Jahren einen Arbeitsvertrag, Sie muss 5 Tage die Woche arbeiten, Überstunden werden nicht bezahlt, nur abgefeiert. Am Wochenende kommt ab und zu noch Plattenservice für Feiern dazu. In der Kantine müssen zwei Köche für 300 Arbeitnehmer täglich kochen, für gerade einmal fünf Euro die Stunde. Brutto-Monatslohn: 750 Euro.

-Sachsen-101-




Laut Arbeitsamt "Bezahlung nach Tariflohn" mit 6,99 brutto

Ich bin allein erziehende Mutter und suche seit zwei Jahren eine Beschäftigung. Seit Juni arbeite ich für 65 Stunden im Monat in einem Restaurant. Bei dem Einstellungsgespräch wurde mir Tariflohn versprochen, nach einem Monat Arbeit, musste ich einen Vertrag unterzeichnen, der 454,30 Euro Bruttolohn vorsah (Brutto-Stundenlohn: 6,99 Euro). Als ich darauf hinwies, dass ich nach Tarif bezahlt werden sollte, wurde mir erklärt, dass andere auch nur so viel bekommen wie ich. Ich hatte mich auf die Stelle beworben, die beim Arbeitsamt ausgeschrieben war mit dem Vermerk: „Bezahlung nach Tariflohn!“

-Bayern-108-




Für so wenig Geld lohnt es sich im Grunde nicht!

Ich gehe nachmittags um drei Uhr aus dem Haus und fange um 16 Uhr mit der Arbeit an, bin dann gegen 0.30 Uhr wieder zu Hause. Der Lohn reicht hinten und vorne nicht zum Leben (800 Euro netto). Ich muss also noch zusätzlich Hartz IV beziehen. Und das, obwohl meine Frau auch arbeitet – allerdings ebenso zu Dumpinglöhnen von 6 Euro die Stunde. Uns bleibt keine Zeit für Familienleben, denn ich bin nachmittags bis nachts weg und meine Frau vormittags. Und das für so wenig Geld, im Grunde lohnt es sich überhaupt nicht!

-Mecklenburg-Vorpommern-103-




Vollzeit für 5,72 brutto - Überstunden nicht mitgerechnet

Ich arbeite Vollzeit in einer kleinen Gaststätte – für 5,72 Euro Brutto-Stundenlohn. Es fallen sehr viele Überstunden an.

-Sachsen-94-




5,00 brutto, keine Pausen, Aufstocken mit ALG II

Ich muss viel arbeiten, habe kaum Freizeit und keine Pausen = Sklave (Brutto-Stundenlohn: 5 Euro, Brutto-Arbeiteinkommen: 1.200 Euro im Monat) – muss das Einkommen durch Arbeitslosengeld 2 aufstocken.

-Berlin-90-




3,67 Stundenlohn bei 150 Stunden im Monat

Ich arbeite rund 150 Stunden monatlich und bekomme 550 EUR netto (Stundenlohn: 3,67 Euro brutto).

-Bayern-87-




800 Euro brutto bei einem Umsatz von 16.000-20.000 Euro

In unserem Betrieb wird täglich, bei einer „normalen“ vier-Tage-Woche, seit Monaten wegen Personalmangels, fünf Tage in der Woche zwischen 12 und16 Stunden gearbeitet. Wir bekommen 12 Prozent Umsatzbeteiligung, wovon erst 19 Prozent Mehrwertsteuer und 12 Prozent Bedienungsgeld abgezogen werden, so dass am Ende 9,4 Prozent brutto bleiben. So komme ich auf etwa 800 Euro brutto im Monat. Wir haben im Monat etwa 16.000 bis 20.000 Euro Umsatz. Das kann doch kein reeller Lohn sein, oder?

-Bayern-82-




Jeder Klassenausflug ist eine Belastung für den Geldbeutel

Ich arbeite in einem geringfügigen Job auf 400-Euro-Basis, wie fast alle meiner Kollegen. Mein Arbeitsvertrag wurde das vierte Mal in Folge befristet für ein Schuljahr ausgestellt. Obwohl während der Ferien der Hort geöffnet ist und eine Verpflegung stattfindet - meine Firma ist ein Dienstleistungsunternehmen, das das Essen ausgibt. Ein Student bekommt mehr Stundenlohn in einem Nebenjob als hunderte Frauen von uns. Ich bin in der glücklichen Lage, dass mein Mann für uns sorgt und somit beziehen wir keine Sozialgelder, obwohl wir nicht weit von der Grenze entfernt sind und jede Klassenfahrt, Schüleraustausche oder Schulbus-Fahrkarten unsere Geldtasche schwer belasten. Mit Mindestlöhnen wäre dies stemmbar.

-Sachsen-78-




Ausländische Arbeiter bekommen nur 6,00 Euro pro Stunde

Ein Arbeitnehmer ausländischer Herkunft bezieht einen Bruttolohn von weniger als 6,00 Euro pro Stunde. In seinem Arbeitsvertrag ist keine Angabe über Arbeitszeit und Dauer zu lesen. Er bezieht laut Lohnabrechnung jeden Monat folgende Steuer- und Sozialversicherungsfreie Zuschläge: Nacht-, Sonntags-, und Feiertagszuschlag, sowie Mankogeld, Ergänzungslohn, Weihnachts- und Urlaubsgeld anteilig. De facto bekommt der Arbeitnehmer bei ca. EUR 1.000 Bruttogehalt ungefähr die gleiche Summe netto ausgezahlt. Der Urlaubsanspruch beträgt weniger als 24 Urlaubstage im Jahr.

-Bayern-63-




Über 220 Stunden im Monat für 1.200 Euro

Ich arbeite in zwei Schichten bis 3 Uhr morgens insgesamt 9,5 Stunden je Schicht. Ich muss mehr als 220 Stunden monatlich arbeiten damit ich auf circa1.200 Euro komme. In der Firma wird man ständig angemault, angemacht und beschuldigt. Motivation gleich null. Wenn man allein erziehend ist, ist das alles nicht so einfach. Man muss richtig kalkulieren damit das Geld bis zum nächsten Monat reicht.
-Nordrhein-Westfalen-51-




30 Prozent Überstunden - unentgeldlich

Bei der Systemgastronomie, bei der ich arbeite werden vom Stundenlohn 10 Prozent von 6,17 Euro abgezogen, man muss unentgeldlich 30 Prozent Überstunden machen. Es gibt auch kaum Pausen, obwohl es einem zusteht.

-Nordrhein-Westfalen-46-




Bei 5,50 Stundenlohn kann die Arbeit keinen Spass mehr machen

Ich bin mit der Arbeit und dadurch zwangsläufig auch mit der Lebenssituation sehr unzufrieden. Bei dem geringen Lohn (Stundenlohn brutto 5,50 Euro; im Monat 1.105 Euro brutto) ist es sehr schwer, seiner Arbeit noch mit Spaß und Freundlichkeit nachzukommen.

-Schleswig-Holstein-41-




Stets das Beste leisten für 6,50 Euro Brutto

Man steht ständig unter Druck man muss stets die beste Arbeit leisten (6,50 Euro Stundenlohn brutto). Man muss sich dreimal überlegen, für was man Geld ausgibt. Die Kinder haben Wünsche die man nur selten erfüllen kann zum Beispiel Klassenfahrten.

-Brandenburg-31-




Seit 2006 6,15 Euro Bruttolohn

Am 1. April 2006 wurde mein Tätigkeitsbereich bei meinem damaligen Arbeitgeber ausgegliedert. Der Küchenbereich wurde ab diesem Tag durch die Firma betrieben. Bis zum heutigen Tage gab es keine Anhebung meines Arbeitslohnes und beträgt daher immer noch 6,15 Euro Bruttolohn. Zwischenzeitlich wurde meine wöchentliche Arbeitszeit auf 25 Stunden abgesenkt. Im Küchenbereich arbeiten gegenwärtig 11 Personen. Abschließend möchte ich ihnen für Ihren Einsatz zum Abschluss eines Mindestlohnes danken und wünsche Ihnen hierbei viel Erfolg.

-Sachsen-Anhalt -24-




Sechs Tage Woche für 900 Euro

Sechs Tage á 8 bis 10 Stunden arbeiten, schlafen, frühstücken und wieder arbeiten – für 900 Euro brutto (Stundenlohn: 4,67 Euro).

-Sachsen-14-




Drei/vier Schichtsystem bei 600 Euro

Ich muss im drei beziehungsweise vier Schichtsystem zu 8 oder 6 Stunden schwer arbeiten mit extremen Druck auf alle Arbeitsleistungen – und das bei 600 Euro netto (Stundenlohn: 6,70 Euro)! Man kann sich keine zusätzlichen Ausgaben leisten. Mein Auto ist 13 Jahre alt. Geld für ein anderes gebrauchtes bleibt nicht übrig! Ich bekomme von der Arge Wohngeldzuschuss! Man schuftet für einen Hungerlohn und muss jeden Cent umdrehen, um nicht in eine Schuldenfalle zu geraten! Manchmal denke ich, ob es nicht besser wäre, Harz IV zu nehmen, da lebe ich gesünder zum gleichen Geld.

-Sachsen-13-




900 Euro für 190 Stunden Arbeit

Ich bin seit über 10 Jahren als Kellner in derselben Firma tätig (900 Euro brutto). Die Gaststätte ist sehr gut besucht, wir haben viele Außeneinsätze, machen Catering, Zeltbau etc. Um einmal etwas mehr Rente zu bekommen, muss ich jeden zusätzlichen Cent (Trinkgeld) zur Seite legen. Zurzeit sieht es so aus, dass ein Hartz-IV-Empfänger mehr Geld bekommt, als ich, der monatlich 190 Stunden und mehr arbeiten muss.

-Sachsen-12-




Lohn seit 1991 gleich

Ich arbeite seit 1991 Vollzeit als Köchin in derselben Firma. Arbeitsbeginn in der Kantine ist um 5.45 Uhr, Ende um 14.30 Uhr. Eine Woche Partyservice alle fünf Wochen inklusive Wochenenden - Einsatz abhängig davon wie viel bestellt wird. Mein Lohn ist seit 1991 nach wie vor der gleiche (5 Euro/Stunde, 800 Euro brutto im Monat), obwohl über die Jahre vieles teurer geworden ist. Ohne das Gehalt meines Mannes würde es vorne und hinten nicht reichen. Wohne mit meinem Mann in unserem gemeinsamen Haus.

-Sachsen-11-




Durchschnittslohn: 5 Euro pro Stunde

Ich arbeite seit Jahren in so genannten Minijobs als 400-Euro-Kraft. Der Durchschnitts-Einheitslohn für Kellner/innen in Berlin liegt bei 5 Euro pro Stunde. Allerdings liegt er in anderen Branchen noch niedriger. Ich habe mich vergangene Woche in einem Backshop beworben und diese Firma will 4 Euro Brutto-Stundenlohn zahlen. Sie bieten ein 400-Euro-Arbeitsverhältnis, hierfür werden 100 Stunden Arbeitsleistung erwartet.

-Berlin-9-




5 Euro brutto Stundenlohn

Die Inhaber unseres Gastronomie-Betriebes in Berlin stellen bewusst nur Menschen ein, die sie ausnutzen können. Hartz-IV-Empfänger, Menschen mit Migrationshintergrund, Studenten. Die Firma hat solch einen hohen Personalverschleiß, da die Menschen schnell sehen, dass Sie extrem ausgenutzt werden (5 Euro brutto Stundenlohn). Es werden drei Wochen kein Lohn gezahlt. Es werden auch keine Krankengelder bezahlt. Man wird steuerlich nicht korrekt angemeldet. Ein Beispiel: Man arbeitet 8 Stunden, aber 4 Stunden werden nur versteuert. Der Rest wird schwarz ausgezahlt. Und zu guter letzt muss der Steuerzahler für den Betrug bezahlen. Und so machen dass sehr, sehr Viele. Und der Staat hat immer mehr Schulden! Traurig aber wahr!

-Berlin-8-




Um Mindestlohn betrogen

Ich habe schon mal im Jahre 2007 für dieselbe Firma gearbeitet - um nicht arbeitslos zu bleiben, fing ich dort wieder an. Jetzt habe ich in diesem Jahr zwei Monate in Stralsund als Zimmermädchen gearbeitet und trotz Stundenlohn (6,58 Euro) werden die Zimmer in Zeit umgerechnet. Also ich sag mal so, man müsste bei einer 25-Stunden- Woche ungefähr 16 Zimmer am Tag allein schaffen. Wo bleibt bei so einer Vorgabe noch Qualität? Um meine Tochter und mich zu ernähren, musste ich trotzdem Hilfe zum Lebensunterhalt beantragen. Also wozu geht man da arbeiten?

-Mecklenburg-Vorpommern-3-



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