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Handel

Es ist die reinste Ausbeutung!

Leergutsortierung: Ich bin der Meinung, es ist reinste Ausbeutung, wie bezahlt wird, was meine Kollegen und ich in unserem Betrieb leisten müssen. Denn wir kommen nicht einmal auf 1.000 Euro brutto im Monat. Zur Lebenssituation: Man kommt so über die Runden, wenn man zu zweit lebt und beide arbeiten gehen.

-NRW-309-




Minijobber: 5,50 Euro BRUTTO

Warenverräumer/Lebensmittelhandel: Ich arbeite als Minijobber auf 325-Euro-Basis im Lebensmittelhandel und räume Regale ein. Ich bekomme einen Stundenlohn von 5,50 Euro brutto.

-Sachsen-308-




6,76 Euro BRUTTO + unbezahlte Überstunden

Einzelhandel: Nun, ich bekomme 30 Stunden bezahlt pro Woche, gehe aber rund 40 bis 45 Stunden als Verkäuferin jede Woche arbeiten. Ich bekomme 6,76 Euro Brutto-Stundenlohn, das mach 879 Euro brutto im Monat. Wie soll man davon Leben?

Gut, dass ich einen Ehemann habe, und dieser keinen Dumpinglohn bekommt.

-Sachsen-307-




Überstunden müssen "freiwillig" geleistet werden!

Einzelhandelskaufmann: Seit einem Jahr arbeite ich nun im Franchise-Einzelhandel. Alle Überstunden wie zum Beispiel wenn wir bis 24 Uhr geöffnet haben, machen wir „freiwillig“. An verkaufsoffenen Sonntagen, arbeiten wir „freiwillig“.

Zwei Mal im Jahr müssen wir an einem Sonntag auf eine Messe fahren, natürlich auch „freiwillig“. Wenn wir Besprechungen haben, ist dies natürlich vor Arbeitsbeginn, und auch dort werden wir „freiwillig“ hin zitiert.

Es bleibt zwar unausgesprochen, aber jeder von uns weiß, wer nicht kommt, hat schlechte karten und kann sich nach einem neuen Job umschauen. Ich habe gehört, dass man, wenn man im Monat nur 1.000 Euro zur Verfügung hat, an der Armutsgrenze lebt. Ich frage mich wirklich, warum ich das mache. Als Hartz-IV-Empfänger habe ich ja fast genau so viel, da ich dann ja nicht mehr die ganzen Nebenkosten zahlen muss. Aber ich möchte mir einfach meine Zukunft nicht verbauen und hoffe, irgendwann wieder etwas anderes zu finden.

Einen Betriebsrat gibt es bei uns leider nicht, ich habe mich bei den älteren Kollegen einmal umgehört, sie sagen, eine Lohnerhöhung gab es noch nie. Und die sind teilweise schon 25 Jahre dabei. Daran ändern kann leider keiner etwas. 1.280 Euro ist das monatliche Brutto-Grundgehalt (Brutto-Stundenlohn: 7,50 Euro). Dazu kommen Provision und Prämien von rund 30 bis 200 Euro. Da unser Laden überhaupt nicht läuft, wird natürlich ein enormer Druck auf uns ausgeübt, weil wir ja nichts verkaufen. Das Problem ist klar, wenn keine Kunden in den Laden kommen, können wir auch nichts verkaufen. Es ist grauenhaft. Wenn wir Kollegen untereinander nicht so nett wären, dann wäre ich sicher schon längst dort weg.

Keiner traut sich, einen Betriebsrat zu gründen, es gab wohl mal versuche,
aber das wurde von Chef gleich unterbunden.

-NRW-305-




Verkäuferin: Ich habe eine Stelle als Teilzeitkraft. Es wird nach Tarif bezahlt (12,91 Euro Brutto-Stundenlohn). Bei meiner zweiten Stelle für eine andere Firma wird 5,90 Euro brutto in der Stunde - inklusive Weihnachts- und Urlaubsgeld - bezahlt.

-Bremen-300-




5,50 Euro NETTO

Kasse: Ich bin Schüler und arbeite nebenbei für ganze 5,50 Euro NETTO.

-Sachsen-283-




Ich bin nach Holland ausgewandert

Verkäufer: Als ich in dem Unternehmen genommen wurde, war ich überglücklich, eine feste Stelle in Potsdam zu haben - und das mit 20, das war schon toll. Ich bekam eine kleine Einweisung und dann ging es los. Doch als ich den ersten Lohn bekam, war etwas nicht in Ordnung ich bekam 900 Euro für offiziell 43,5 inoffiziell 45 Stunden. Denn ich kam fast nie zum richtig Pause machen. Die Rechnung ist folgende der Laden ist von 10-19 Uhr geöffnet von Montag bis Freitag. Dazu gibt es eine halbe Stunde Pause. Am Anfang war der Laden noch nicht so gefragt, aber als es dann mehr wurde, war ich nur noch am herum rennen. Dazu kam noch der Stress, die Kunden gingen mit mir ganz schön asozial um. Ich habe dort 1,5 Jahre gearbeitet und bin dann im vergangenen Jahr nach Holland ausgewandert um dort zu studieren. Hier bekomme ich den Lohn von damals plus Vergünstigungen. Es gefällt mir hier so gut, dass ich schwer darüber nachdenke hier zu bleiben um mein Leben hier zu leben. Die Erfahrung hat mich damals schwer mitgenommen und ich denke nicht, dass ich noch mal in der Region arbeiten werde.

-Brandenburg-278-




Pro Palette 90 Minuten

Regalservice: Verräumung von Lebensmitteln als Subunternehmer. Pro Palette 90 Minuten Zeit (Palette ist circa 1,60 Meter hoch). Es ist körperlich schwere Arbeit. Der Brutto-Lohn beträgt 4,50 Euro pro Palette.

-Thüringen-272-




Die Stimmung ist schlecht

Verkaufshilfe: Ich habe in der Saison '09 in einem Vergnügungspark als Verkaufshilfe gearbeitet und war zum Glück schwanger, so dass ich den Vertrag nicht erfüllen musste. In den vier Wochen aktiver Beschäftigung dort, musste ich als Teilzeitkraft (20 Stunden in der Woche) schon in der ersten Woche Überstunden machen. Den Arbeitsschutz schaltete ich ein, da Regelungen des Mutterschutzgesetzes umgangen wurden. Die Stimmung unter den Angestellten ist aufgrund der schlechten Bezahlung ebenso, das heißt schlecht. Manche arbeiten seit mehreren Jahren dort und erhalten immer noch einen Brutto-Stundenlohn von 5,70 Euro.
-Sachsen-265-




Bezahlung nach Paletten

Regalservice: Wir arbeiten für eine Supermarkt-Kette, werden nach Paletten bezahlt und nicht nach Arbeitsstunden. Das heißt, wird die vorgegebene Palettenzeit nicht geschafft, bekommen wir nur das Geld für die Palette - egal wie lange wir daran arbeiten! Dies alles für 4,50 Euro. Und möglichst sollen wir noch die Regale nebenbei putzen! Angeblich liegt es an unserem Arbeitgeber. Andere Märkte zahlen zum Beispiel in Leipzig für die selbe Arbeit 7,55 Euro und teilweise sogar noch Nachtzuschlag. Unsere Arbeit beginnt übrigens um 4.30 Uhr.
-Thüringen-261




Abzüge vom Gehalt

Servicemitarbeiterin: Ich wurde als Servicekraft am Flughafen eingestellt. Aber jetzt arbeite ich dort in einer Naturbäckerei. Ich habe Dienste von nachts ab 2 Uhr oder 4 Uhr. Der Dienst dauert 9 Stunden und es gibt keine versprochenen Zulagen. Eine Einweisung in die Kasse dauerte 5 Minute. Wenn man also eine Kartenabrechnung falsch gebucht hat oder vergessen hat, sich ein- oder auszustempeln, wird dieses vom Gehalt abgezogen. Ich hatte bis zum 23. Dezember 149 Stunden. Danach war ich krank, aber es kamen noch einmal 48 Stunden dazu. Bekommen habe ich 757 Euro netto (Brutto-Stundenlohn: 7,86 Euro) bei Steuerklasse 2 und 0,5 Kind.
-Bayern-259-




Arbeit je nach Aufkommen

Einzelhandel: Meine Lebenssituation sieht derzeit so aus, das mein Mann aufgrund von Arbeitslosigkeit die Elternzeit für unseren erst kürzlich geborenen Sohn übernimmt und ich daher Vollzeit arbeiten gehen muss. Das heißt, wir leben von meinem Einkommen, dem Elterngeld und dem Kindergeld. Da mein Mann vorher nur bei einer Leiharbeitsfirma beschäftigt war, fällt das Elterngeld natürlich auch dementsprechend niedrig aus. Die Arbeitssituation sieht so aus, das derzeit nur noch Stunden gespart werden und ich als Teamleitung um jede Aushilfsstunde kämpfen muss. Da Teamleitung ja auch kein Tarifberuf ist, musste ich mir die 1.700 Euro brutto auch erkämpfen. Geregelte Arbeitszeit ist für mich relativ, in den Verträgen steht nur: „je nach Arbeitsaufkommen“. Also in der Realität heißt das, nach 37,5 Stunden open end.

-Bayern-245-




Acht Jahre keine Lohnerhöhung

Einzelhandel/Büro: Seit mehr als acht Jahren arbeite ich für die Firma und habe noch kein einziges Mal eine Lohnerhöhung erhalten (Brutto-Stundenlohn: 6,72 Euro) – trotz stetig wachsender Arbeit, vielen neuen PC-Programmen und mehrmaligem Nachfragen, wurde dieses milde lächelnd ignoriert! Traurig. Zum Glück verdient mein Mann etwas dazu und wir wohnen auf dem Lande in einer billigen Wohnung, kaufen nur im Discounter ein. Einmal wurde mir gesagt, ich soll froh sein, überhaupt noch einen Job zu haben!

-Baden-Württemberg-225-




Mehr Arbeit wäre nötig

Ich arbeite nur einmal wöchentlich in einem Supermarkt Regale auffüllen. Am Anfang habe ich nur 4,90 Euro brutto in der Stunde bekommen. Jetzt bekomme ich 5,30 Euro. Trotzdem finde ich es viel zu wenig ich würde gerne mehr arbeiten aber was in der Nähe zu finden ist nicht leicht.

-Hessen-223-




Fachverkäuferin für 6,50 Euro

Einzelhandel: Ich bin gelernte Fachverkäuferin, in diesem Unternehmen jetzt seit 2001 tätig. Eine Lohnerhöhung gab es noch nie. (Brutto-Stundenlohn: 6,50 Euro). Zu meinen Arbeiten gehören neben dem Verkauf das Kassieren, Auspacken und Auspreisen der Ware, Ladenreinigung, Reklamationen, selbstständiges kalkulieren von Verkaufspreisen usw.
-Sachsen-Anhalt-217-




Trotz Vollzeittätigkeit kein Auskommen

Einzelhandel: Ich bin seit 1992 im Handel tätig. Zu D-Mark-Zeiten ging es mir richtig gut. Da hatte ich 1.200 D-Mark und jetzt 700 Euro (Brutto-Stundenlohn: 6,50 Euro). Ich stehe Vollzeit im Geschäft. Wenn ich meine Mutter, die Rente bekommt, nicht manchmal hätte, wären kleine persönliche Lebensfreuden, wie zum Beispiel mal was zum Anziehen oder ein Kinobesuch einfach nicht möglich. Mein Lohn reicht gerade für Miete, Telefon, notwendige Versicherungen, Auto unterhalten (was ich wirklich brauche, um zur Arbeit zu kommen) und sparsame Lebensmitteleinkäufe, die ich mir auch schon mit meinem Freund teile. Ich weiß, es geht vielen so. Es wird Zeit für Mindestlöhne – auch im Einzelhandel!!

-Sachsen-Anhalt-215-




Verdienst: "ein paar Kröten"

Großhandel/Fleischwaren: Ich bin vollzeitbeschäftigt im Zwei-Schichtsystem, das heißt, die Frühschicht beginnt um 6.15 Uhr (da der Markt meistens um 6 Uhr öffnet, fangen wir immer um 5 Uhr an, da es sonst zeitmäßig nicht zu schaffen ist) und endet um 12.30 Uhr. Die Spätschicht beginnt um 12.30 Uhr und endet um 21.15 Uhr. Regulär gehen wir jeden zweiten Samstag arbeiten, aber es ist nichts außergewöhnliches, wenn man zwei, drei, vier und mehr Samstage arbeiten muss. Ich bin für die Fleisch- und Wursttheke verantwortlich, gleichzeitig für den Verkauf und die Bestellungen. Ich muss Ware auspacken und (je nach Schicht) alle Geräte, den Fußboden, alle Scheiben, alle Arbeitsmittel reinigen. Ich habe zwei schulpflichtige Kinder. Auch wenn ich nur so „ein paar Kröten“ verdiene (Brutto-Stundenlohn: 5,02 Euro, 870 Euro brutto im Monat), hat man sich daran gewöhnt und wenn wir uns etwas leisten wollen, sparen wir eben so lange, bis wir das Geld haben und was ich mir nicht leisten kann, kaufe ich mir eben nicht. Wenn man wenig hat, dann gibt man sich auch mit nur wenig zufrieden.

-Sachsen-Anhalt-210




Ohne Kindergeld Überleben unmöglich

Verkäuferin/Fleischerei: Ich muss meistens 10 Stunden täglich arbeiten (Brutto-Stundenlohn: 5,75 Euro), lebe zur Miete mit meinem Kind. Das monatliche Einkommen reicht nicht aus, habe jeden Monat etwa 150 Euro Fahrtkosten da ich täglich insgesamt 50 Kilometer (Hin- und Rückfahrt) fahre. Mein Lohn deckt gerade mal die Nebenkosten. Hilfe vom Amt wurde abgelehnt da mein Einkommen die Sozialhilfe übersteigt. Ohne das monatliche Kindergeld und den Unterhalt meines Kindes wäre ein Überleben nicht möglich – ganz zu schweigen davon sich auch mal etwas leisten zu können. Urlaub war seit 20 Jahren nicht drin. Ich wäre für einen Mindestlohn um das Leben leichter zu machen und wieder lebenswert, von Lebensqualität ganz zu schweigen. Es gibt bei mir sehr viele Situationen in der ich in arge Bedrängnis gerate, zum Beispiel wenn irgendwelche Reparaturkosten anstehen ist es meist sehr schwierig, das nötige Geld bereit zu stellen.

-Sachsen-Anhalt-208




Es geht nicht schlechter

Einzelhandel/Tankstelle: Ich arbeite im 3-Schicht-System plus Sonn- und Feiertag für 5,90 Euro brutto in der Stunde. Meine Lebenssituation geht eigentlich überhaupt nicht schlechter.

-Sachsen-Anhalt-206-




Für eine Familie zu wenig

Ich bin ledig und seit Anfang des Jahres in einem Heimtierhandelsgeschäft als stellvertretender Filialleiter angestellt. Mein Bruttoeinkommen liegt bei 950 Euro, sodass ich netto bei 747 Euro liege. Rund 150 Euro bekomme ich aus dem Hartz-IV-Topf um meinen Lebensunterhalt bezahlen zu können. Ich habe Wohnung, Auto, Versicherungen ect., so dass ich insgesamt von 200 Euro Leben muss. Kinder mit der Freundin sind in der Situation nicht denkbar, weil man denen ja auch was bieten möchte!

-Sachsen-202-




391 Euro - Alleinerziehend mit 2 Kindern

Ich arbeite sechs Tage die Woche von 5 bis 8 Uhr und habe einen 20 Stunden Vertrag. Am Ende des Monats habe ich 450 Euro brutto und nach den Abzügen (Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung) komme ich auf 391 Euro. Das Geld was ich dort verdiene, geht teilweise auch für Fahrtkosten drauf. Bin allein erziehend mit zwei Kindern.
Es müsste endlich mal ein Mindestlohn eingeführt werden.
-Sachsen-192-




Es kann nicht sein, dass wir als Sparschwein herhalten

Ich arbeite seit fast zwei Jahren als Pauschalkraft (59 Stunden im Monat ) im Einzelhandel. Am Anfang habe ich 4,50 Euro Brutto-Stundenlohn bekommen. Jetzt bin ich mittlerweile bei 5,50 Euro angekommen. Es kann nicht sein, dass wir als Sparschweinchen herhalten, wobei wir die selbe Arbeit leisten wie die Festangestellten! Es kommt ja noch hinzu, dass ich mich selber versichern muss, da wir dieses Jahr aus Harz IV heraus gefallen sind. Was bleibt mit jetzt 325 Euro übrig? Ich arbeite wirklich gerne, sonst hätte ich das alles wohl schon längst hingeschmissen.
-Thüringen-174-




6,50 Stundenlohn, Arbeitszeit 11 Stunden ohne Pause

Ich arbeite in zwei Schichten Teilzeit. Frühschicht bedeutet 20 Stunden in der Woche und Spätschicht 33,5 Stunden. Alle zwei Wochen samstags. Urlaub gibt es 24 Tage. Oftmals bei Krankheit oder Urlaub wird verlangt, mehrere Tage 11 Stunden zu arbeiten (ohne Pause). Dabei muss man auch in der Schicht in einen anderen Markt fahren. Ich gehe gern arbeiten aber oft frage ich mich warum – bei rund 6,50 Eur Stundenlohn brutto. Finanziell geht es mir nicht gut, sparen von dem Geld ist nicht möglich. Man braucht Benzin, nutzt sein Fahrzeug ab (ist 13 Jahre alt). Kino, Konzerte oder andere Freizeitaktivitäten die Geld kosten, kann ich mir nicht leisten.

-Sachsen-172-




Keine Arbeitsverträge, Urlaub wird nicht bezahlt

Es gibt keine Arbeitsverträge. Es gibt keinen bezahlten Urlaub. Es gibt keine bezahlten Krankenscheine. Brutto-Stundenlohn: 6,66 Euro.

-Nordrhein-Westfalen-168-




"Wer nicht mitmacht, kann gehen.“.

Ich bin auf 399-Euro-Basis eingestellt - bei 64 Stunden im Monat. Im Krankheitsfall gibt es kein Geld und auch kein Urlaub wird bezahlt. Es gibt auch keine Arbeitserträge. Eingestellt sind wir für das Auffüllen der Regale - nicht gesagt wurde, dass dieser Job drei Jobs enthält: Verkäuferin, Beraterin und „Auspackerin“. Das alles für 6,50 Euro brutto die Stunde. Es wird kein Wert auf Festanstellung gelegt, weil „wer nicht mitmacht, kann gehen“. Nach einer Gehaltserhöhung braucht man auch erst gar nicht zu fragen.

-Hamburg-164-




Nur sparen damit man leben kann-so kann es nicht weitergehen

Seit 6 Jahren arbeite ich in als Servicekraft und Verkäuferin. Ich bin auch verantwortlich für den Kassenbereich. Da ich eine 24-Stunden-Woche habe, ergibt sich ein Monatslohn von ca. 400 Euro brutto durchschnittlich. Da auch mein Mann in einer ähnlichen Situation ist (trotz Diplom-Ingenieur), reicht das Geld gerade so zum Überleben und wir sparen an allen Ecken und Kanten. So kann es einfach nicht weitergehen.
-Brandenburg-150-




Der Urlaub muss nachgearbeitet werden

Ich arbeite laut vertrag 68 Stunden im Monat. 10 bis 20 Überstunden sind allerdings keine Seltenheit. Ich mache dieselben Arbeiten wie die Festangestellten und bekomme nicht mal bezahlten Urlaub. Wir Aushilfen können zwar Urlaub machen, müssen aber Stunden abbummeln oder die Zeit nacharbeiten. Manche Aushilfen bekommen nur 5,11 Euro bezahlt. Wenn wir krank sind, bekommen wir die Tage auch nicht bezahlt – die Zeit muss mit Stunden oder Nacharbeit ausgeglichen werden.

-Brandenburg-149-




Bei 4,50 brutto muss man aufstocken

Mein Mann ist voll beschäftig als Handwerker, Stundenlohn 7,50 Euro. Ich habe einen 19-Stunden-Job mit 4,50 Euro brutto die Stunde. Daher ist das gemeinsame Einkommen so gering, dass wir „aufstocken“ (Hartz IV, Anm. d. Red.) müssen.

-Brandenburg-148-




Nach der Schwangerschaft waren es nur noch 6,50 brutto

Ich habe 20 Jahre bei einer Firma gearbeitet, bin dann schwanger geworden. Nach einem Jahr Elternzeit wollte ich auf 400-Euro-Basis wieder anfangen. Der Arbeitgeber sagte, der alte Arbeitsvertrag gelte nicht mehr und ich sei nun bei einer Zeitarbeitsfirma gemeldet. Über die mache ich dieselbe Arbeit, allerdings zu schlechteren Bedingungen: es gibt keine Kündigungsfristen mehr; der Stundenlohn beträgt 6,50 Euro brutto; 24 Tage Urlaub statt 36; keine feste Filiale; kein fester Vertrag.

-Bayern-143-




Zu viel Arbeit für zu wenig Geld

Arbeiten, essen, schlafen. Für Privates bleibt keine Zeit und für 3 Personen arbeiten macht einen fertig. Kurz und knapp - zu viel Arbeit für zu wenig Geld.

-Thüringen-127-




Zum Leben bleibt fast nichts mehr übrig

Mit einem Nettoeinkommen von rund 691 Euro muss ich diverse Ausgaben wie Autoversicherung, Kfz-Steuer, Telefon /Internet/ Handy, sowie GEZ-Gebühren zahlen. Da bleibt nach Abzug der Benzinkosten nicht mehr viel übrig zum leben - und das trotz der Arbeit.

-Bayern-125-




Hartz IV gestrichen weil eigenes Kind eine Ausbildung macht

Wir leben am Existenzminimum. Mein Mann ist zur Zeit arbeitslos. Bis vor kurzem, als er noch arbeiten war, erhielten wir, obwohl wir beide arbeiten gingen, zusätzlich Hartz IV. Jetzt hat unser Sohn eine Lehre begonnen und sein Geld wird angerechnet, dadurch ist Hartz IV weggefallen.

-Sachsen-116-




Lediglich mündlicher Arbeitsvertrag mit 4,30 brutto

Ich arbeite seit mehr als einem Jahr an dieser Tankstelle. Einen Arbeitsvertrag habe ich nur mündlich, auch nachdem ich mehrmals nachgefragt habe, kam nichts schriftliches. Mir macht die Arbeit wirklich sehr viel Spaß. Aber jedes Mal wenn ich auf meine Gehaltsabrechnung sehe, frage ich mich, wofür ich jeden Tag arbeiten gehe (Stundenlohn brutto: 4,30 Euro). Wochenend- und Feiertagszuschläge sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld bleiben aus. Ich wohne mit meiner Schwester in einer 2,5 Zimmerwohnung zusammen. Alleine könnte ich mir das nicht leisten, selbst bei der niedrigen Miete von 620 Euro warm. Es ist nicht mal möglich Geld auf die Seite zulegen.

-Niedersachsen-114-




Letzer Lohn im Juni, seitem keine Gahltszahlung mehr

Ich bin als 40-Stunden-Kraft eingestellt. Allerdings als Produktionshelferin, weil das wegen der Berufsgenossenschaft günstiger wäre. Arbeitsstunden variieren zwischen wöchentlich 30 und 45 Stunden, je nach Urlaubslage und Veranstaltungen, wie Stadtfest, Weihnachtsmarkt. Zuschläge werden nicht gezahlt. Mein Mann bekommt Hartz IV anteilmäßig, weil er eine Leistung aus einer privaten BU-Rente bekommt. Mein 18 jähriges Kind bekommt noch Hartz IV (70EUR), Bafög ist beantragt, dauert aber ca. 3 Monate bis zur Bewilligung. Da er in DD Fachabi macht , müssen wir die Kosten vorstrecken. 2. Kind- Kindergeld und ca. 54EUR Hartz IV. Letzten Lohn im Mai erhalten. Juni, Juli, August stehen noch aus.

-Sachsen-112-




210 Überstunden vertraglich vorgeschrieben!

Ich arbeite 6 Tage die Woche und 44 Stunden. Wenn man die Vorbereitungszeit, Tage ohne Pause und das Aufräumen am Feierabend dazu rechnet bin ich bei 50 bis 55 Stunden in der Woche. Für Privates bleibt dann fast keine Zeit. In dem Betrieb mache ich fast alles von Bestellungen, Verkauf bis Marketing und das für einen Stundenlohn von 5,65 Euro. Die Überstunden werden nicht vergütet, da im Vertag steht, dass ich im Jahr mindestens 210 Überstunden leisten soll die auf den Bruttolohn im Jahr eingerechnet sind.

-Bayern-106-




Ohne meine Frau würden wir nicht leben können

Ich schiebe 6,5 Stunden täglich Einkaufswagen. Angefangen habe ich mit 8,00 Stunden, doch es wurde gekürzt. Das bedeutet, dass ich auch weniger Geld zur Verfügung habe. Die Arbeitspläne erscheinen meistens zu spät und beinhalten oft eine ungerechte Verteilung, was das Arbeiten am Wochenende angeht. Wenn meine Frau kein Einkommen hätte, wären wir auf staatliche Unterstützung angewiesen.

-Schleswig-Holstein-97-




5,00 brutto plus eine Stunde Mehrarbeit

Meine Mutter hat eine 400 Euro-Stelle. Der Stundenlohn beträgt 5 Euro. Sie muss 15 Minuten vor Arbeitsbeginn im Laden sein. Nach Ladenschluss um 20 Uhr muss sie noch bis mindestens 20.45 Uhr bleiben und die Kassenabrechnung machen. Diese tägliche Stunde wird unentgeltlich geleistet und weder per „Überstunden/Zeitkonto“ noch per Entgelt vergütet. Eine Arbeitspause steht ihr auch nur nach sechs Stunden Arbeit am Stück zu.

-Bayern-81-




Akkordarbeit am Fließband-viele haben psychische Probleme

Akkordarbeit am Fließband, hohe Norm, ständige Kälte, Mobbing durch den Vorgesetzten, der Urlaub wird teilweise für Produktionsausfälle verwendet. Man muss sehr, sehr sparsam leben, denn man würde bei Verlust des Arbeitsplatzes kaum eine andere Arbeit finden und das wird gnadenlos ausgenutzt. Es gibt viele Kollegen, die psychische und körperliche Probleme haben.

-Brandenburg-72-




5,30 brutto, die versprochenen Prämien bleiben aus

Jedem Mitarbeiter wird bei Vertragsabschluss gesagt, er bekäme zu den 5,30 Euro noch eine Prämie für die abgearbeiteten Paletten, die den Lohn dann auf bis zu 7-8 Euro pro Stunde hochschrauben - hat noch nie jemand jemals gesehen. Im Gegenteil: wenn wir zum Beispiel nur die Hälfte an Personal da haben und logischerweise dann doppelt solange schuften müssen, bekommen wir zur Strafe gar keine Prämie, da es zu lange dauerte.
-Hessen-70-




Gleiche Arbeit wie der Chef für viel weniger Geld

Ich bin mit der Pflege meines Mannes ausgelastet, aber die Arge verlangte, dass ich mir einen Job suchte. Da in meinem Alter kaum was zu bekommen ist, musste ich einen Niedriglohn-Job annehmen. Eigentlich muss ich alles machen, was auch meine Chefin macht, nur verdiene ich viel weniger, habe weder Anspruch auf Kranken-Urlaubs- oder Weihnachtsgeld.

-Nordrhein-Westfalen-69-




Kein Dach über dem Kopf ohne staatliche Unterstützung

Ich habe eine 30-Stunden-Woche, in der ich früh und spät arbeiten muss - außerdem auch samstags. Mein Sohn ist zehn Jahre alt. Ich bin geschieden. Die Hausaufgabenbetreuung muss immer sicher gestellt sein. Ich habe ein Nettoeinkommen von 684 Euro. Ohne den Unterhalt für mein Kind und staatliches Kindergeld, hätten wir noch nicht mal ein Dach über dem Kopf. Hoffe das sich endlich mal was ändert!!!!!

-Bayern-66-




Ohne 400 Euro Nebenjob kein Überleben

 Ich arbeite Vollzeit in einer Metzgerei und teilweise haben wir durch fehlende Arbeitskräfte eine 6-Tage Woche. Ich bin allein erziehend und trotz meiner guten Lohnsteuerklasse verdiene ich nur 1050 Euro netto. Ohne einen 400 Euro Nebenjob kommen wir finanziell nicht über die Runden.
-Bayern-62-




Kein bezahlter Urlaub bei 6,10 Euro die Stunde

Ich arbeite seit rund 3 Jahren bei der Firma (Stundenlohn brutto: 6,10). Die jeweilige Wochenarbeitszeit wird am Samstag vorher bekannt gegeben. Ich bekomme keinen bezahlten Urlaub oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Auf meine Frage bezüglich einer Teilzeittätigkeit mit mehr Stunden und Sozialversicherungspflicht, werde ich regelmäßig vertröstet. Ich habe übriges eine kaufmännische Ausbildung und im Großhandel und einer Bank gearbeitet (ca.15 Jahre). Das schreibe ich nur, weil immer behauptet wird, ALG-2-Empfänger wären nicht qualifiziert.

-Nordrhein-Westfalen-52-




5,00 Euro Stundenlohn - existieren, nicht leben

Meine Arbeitsstunden schwanken zwischen 3 und 5 am Tag und das in einer 6 Tage Woche. Es kommt vor, dass ich von 10 bis 13 Uhr arbeite und dann noch mal von 16 bis 19 bzw. samstags bis 18 Uhr. Ich bekomme 5 Euro Stundenlohn (brutto) für abgeschlossene Verträge noch eine „Prämie“ von 5 Euro (brutto), aber nur wenn bei dem Festnetz-Vertrag auch Internet zugebucht wird. Beim Verkauf von Mobilgeräten, Zubehör und wenn man nur Festnetz-Verträge verkauft, gehe ich leer aus. Eine zweite Stelle kann ich durch die variablen Arbeitszeiten nicht annehmen, den Rest Betrag um zu existieren bekomme ich durch das Kommunale Job Center aufgestockt. Leben kann man es nicht nennen, eher existieren, denn mehr ist es nicht.

-Nordrhein-Westfalen-50-

 




Arbeiten bis 22.30 Uhr - Gehalt bis 22.00 Uhr

Ich arbeite in einem Lebensmittelgeschäft. Wir müssen nicht nur verkaufen, sondern sind auch für die Reinigung des Bodens eines dazugehörigen Bäckers und die Grundreinigung der Regale inklusive der darauf platzierten Waren zuständig. Es wird im Schichtbetrieb gearbeitet, meine Arbeitszeit geht von 17:00-22:30, bezahlt wird bis 22:00. Und das alles für 5 Euro.

-Nordrhein-Westfalen-48-




Für 400 Euro im Monat 16 Stunden die Woche

Meine Kinder sind 3 und 7. Ich muss arbeiten, damit wir und auch den Kindern mal etwas gönnen können. Ich muss 16 Stunden die Woche für 400 Euro arbeiten. Früher wäre ich dafür nicht losgegangen, aber heute findet man nichts Besseres. Ich habe schon viele Bewerbungen für Teilzeit geschrieben, habe bis jetzt nur Absagen kassiert.

-Schleswig-Holstein-43-




132 Stunden Arbeit für 400 Euro

Habe im Monat Februar 132 Stunden gearbeitet und dafür Euro 400 erhalten. Daraufhin habe ich Mitte März die Arbeit niedergelegt. Nach mehrmaligem Briefwechsel habe ich dann im Juni eine berichtigte Abrechnung mit Euro 6 Euro pro Stunde brutto erhalten. Das Geld wurde jedoch nicht ausbezahlt. Meine Mutter hat sich dann den Betrag in bar auszahlen lassen. So werden heute die Arbeitnehmer ausgenutzt. Ich hoffe, dem wird ein Ende gemacht.

-Baden-Württemberg-55-




6,20 Euro Brutto für Dauernachtschicht

Ich arbeite Dauernachtschicht. Habe einen Stundenlohn mit Zuschlägen von 6,20. Ich komme nur aufgrund der „privaten Hilfen“ über die Runden. Kann mir kein Auto, Urlaub für mich und die Kinder usw. leisten.

-Baden-Württemberg-54-




8,23 Euro pro Stunde- Das ist nicht lebenswert!

Alleinverantwortlich für den gesamten Arbeitsablauf. 6 Stunden täglich sind oft viel zu kurz, um das ganze Arbeitsaufkommen zu bewältigen (Stundenlohn brutto: 8,23; monatlich brutto 1.070). Mein Chef stellt mich nicht Vollzeit ein, da er, wenn ich Urlaub habe oder mal krank bin, nicht in der Lage ist, sein Geschäft eigenständig zu führen. Bin geschieden und habe damals das Eigenheim übernommen. Durch eine unüberlegte Unterschrift vor einigen Jahren bin ich hoch verschuldet und stehe kurz vorm Verkauf meines Hauses. Ich würde so gern einen Vollzeitjob machen, aber entweder bin ich schon zu alt oder die Verträge sind befristet. Das kann ich mir in meiner Situation nicht erlauben. So werde ich wohl bis zur Rente mit diesem Minilohn leben müssen und dann im Alter in der Armut leben müssen. Das ist nicht lebenswert!!!

-Rheinland-Pfalz-53-




4,77 pro Stunde reichen gerade für Miete und Essen

Ich arbeite sechs Tage die Woche, Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr und Samstag 9 bis 12 Uhr. Das Geld (Bruttostundenlohn: 4,77 Euro; 820 Euro brutto im Monat) reicht gerade mal für Miete warm, Ernährung und Kleidung. Sobald Kfz-Steuer, Versicherung oder Anschaffungen anfallen, bin ich auf Verwandte angewiesen.

-Brandenburg-38-




Pflicht sind zwei Stunden Mehrarbeit für 3,50 die Stunde

Ich bin für 14,5 Stunden die Woche eingestellt, gehe aber immer mehr als 20 Stunden arbeiten. Pflicht sind pro Tag zwei Stunden Mehrarbeit. Daraus ergibt sich ein effektiver Lohn von weniger als 3,50 Euro die Stunde. Da mein Mann selbstständig ist, bekomme ich keine Zuschüsse von den Ämtern. Weiterhin steht im Arbeitsvertrag, dass ich keinen Nebenjob ausüben darf.

-Brandenburg-37-




100 Stunden im Monat für 5,50 Euro die Stunde

Im Juni habe ich meine 3-jährige Lehre beendet. Wurde dann nur für 100 Stunden à 5,50 Euro übernommen. Wir bekommen unser Gehalt 24 Tage nach Beendigung des gearbeiteten Monats. Ich habe während meiner Ausbildung mehrere Weiterbildungen absolviert. Ich arbeite ansonsten noch einmal die Woche als Reinigungskraft. Ich wohne bei meiner Mutter und könnte ohne deren Unterstützung auch nicht allein zu Recht kommen beziehungsweise müsste dann staatliche Unterstützung anfordern.

-Brandenburg-35-




Am Ende des Monats 765 Euro auf dem Konto

Ich arbeite eigentlich von Montag bis Sonntag im 3-Schichtbetrieb. Meine Stunden pro Tag belaufen sich auf 8. Ende des Monats habe ich auf dem Konto 765 Euro. Damit kann ich mit meinem drei Kindern ohne Arge-Unterstützung nicht leben. An den Feiertagen muss ich auch arbeiten, sie werden nicht bezahlt. Einen Nachtzuschlag erhalte ich auch nicht. Urlaubsgeld bekomme ich ebenfalls nicht.

-Sachsen-Anhalt-28-




17 Jahre kein Weihnachten, Silvester und Ostern

Ich arbeite an einer Tankstelle in Thüringen im 3-Schichtsystem, habe ein Wochenende im Monat frei und das alles für rund 1000 EUR netto. Seit 17 Jahren hatte ich kein durchgehendes Weihnachten, Silvester oder Ostern frei. An diesen Feiertagen gilt bei uns Urlaubssperre. Als Vater von zwei Kindern über ich an meinen freien Tagen ein Nebengewerbe aus, um sich einmal im Jahr einen Urlaub für eine Woche leisten zu können.

-Thüringen-6-



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