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Friseurhandwerk

Abhängig vom Lebenspartner

Wenn ich nicht verheiratet wäre könnte ich nicht leben. Trennen kann ich mich auch nicht bin abhängig von meinen Mann. Ich habe meinen Meister gemacht, um Geld zu verdienen, gab 10.000 Euro dafür aus. Die werde ich bei diesen Lohn (Brutto-Stundenlohn: 6,70 Euro) nie wieder raus bekommen. Leisten kann man sich auch nichts, weil der Lohn für die laufenden Kosten drauf geht. Bekleidung kaufe ich mir nur im Discounter.

-Mecklenburg-Vorpommern-228-




Wir werden ausgebeutet und in die Armut gedrängt

Wenn wir ganz sparsam leben, ohne kulturelle Erlebnisse, kommen wir gerade so über die Runden, da wir beide Niedrigverdiener sind. Wir haben das Gefühl, vom Kapitalismus ausgebeutet zu werden, und wenn es nicht mehr geht, dann werden wir in die Armut geschickt. Was nutzen Tariflöhne, wenn der Arbeitgeber aus dem Arbeitgeberverband austritt?

-Brandenburg-139-




Unregelmäßige Lohnzahlung, zwei Monatslöhne fehlen komplett

Ich arbeite für einen Brutto-Stundenlohn von 4,60. Der Lohn kommt unregelmäßig. Im Moment fehlen sogar zwei Monate Bezahlung.

-Sachsen-95-




Kein Geld in Renten,-Kranken-oder Arbeitslosenversicherung eingezahlt

Ich war gerne Friseurin!! Mache aus gesundheitlichen Gründen eine Umschulung im kaufmännischen Bereich. Die Arbeitssituation/Angestelltensituation als Friseur war mies. Kein Geld verdient, kein Urlaub, Weihnachtsgeld (eine Dose Haarspray), keine vermögenswirksamen Leistungen, kein Arbeitsmaterial (Schere kostet zwischen 200 und 1.200 Euro), kein Geld in die Renten, Kranken-, Arbeitslosenkasse gezahlt, keine Möglichkeit zur privaten Vorsorge.

-Saarland-83-




Stundenlohn 4,12 Euro brutto und zwei Kinder

Die Arbeit macht sehr viel Spaß, nur dass der Lohn vorne und hinten nicht reicht (Stundenlohn 4,12 Euro brutto). Es sind zwar nur sechs Stunden, aber ich habe ja noch zwei Kinder. Ich muss noch einen zweiten Job annehmen. Aber auch das reicht nicht. Und das darf natürlich mein Chef auch nicht wissen, dass ich noch einen 2. Job habe. Sonst würde ich bestimmt noch weniger Lohn bekommen. Wir konnten uns noch nie einen Urlaub leisten, geschweige denn mal ohne auf das Konto zu gucken, zum Einkaufen gehen. Und das ist ganz schlimm, weil man ja seinen Kindern auch mal was Schönes kaufen möchte. Aber wenn man sich aufregt, bringt das sowieso nichts. Man hört dann bloß von anderen: „Dann hätteste dir keine zwei Kinder angeschafft, dann würde es dir besser gehen“.

-Sachsen-Anhalt-30-



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