Ich arbeite nach meiner Erziehungszeit wieder in meinem alten Beruf. Das ist aber auch nur möglich, weil mein Lebensgefährte mir die Hausarbeit und die Kindesversorgung abnimmt. Ich könnte das von der Zeit schon gar nicht, da ich 12 Stunden zu sechs Nacht- sowie Tagschichten (Wochenende und feiertags) arbeiten gehe. Dazu bin ich dann noch rund 90 Minuten mit dem Auto unterwegs (Hin und Zurück). Ich habe eigentlich vom Tag, Kind oder meinem Freund fast nichts mehr. Da ich dann ins Bett muss, 8,30 Stunden schlafen. Und dann sieht man am Ende des Monats, nichts davon (6 Euro Brutto-Stundenlohn). Nein, man muss weiter ALG II beantragen, aber es bleibt nichts über. Man kommt durch die erhöhten Ausgaben wie Benzin, Essen und das häufige Waschen der Dienstbekleidung, sogar unter dem was man früher hatte (Harz IV). Manchmal überlege ich, ob sich dieses Opfer das ich da bringe, an meiner Beziehung und meinem Kind überhaupt lohnt? Ich gehe gern arbeiten, und bin auch meinem Freund dankbar, dass er dies möglich macht. Aber ich arbeite 200 bis 250 Stunden monatlich und setze mich ja als Sicherheitsmitarbeiterin einer gewissen Gefahr aus. Und auch da könnte man sich nicht mal wehren, weil irgendwelche Verteidigungswaffen nicht für diesen Posten vorgesehen sind. Und auch die Zuschläge für Nacht und Feiertagsarbeit, sowie für das Wochenende lassen zu wünschen übrig.
-Sachsen-188-