Bsirske fordert schnelle Umsetzung des Entsendegesetzes
Der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Frank Bsirske forderte die Koalition auf, das Entsendegesetz zügig umzusetzen. Mit dem Gesetzentwurf des Bundesarbeitsministers könnten Niedriglöhne bekämpft und faire Wettbewerbsbedingungen geschaffen werden.
"Die Arbeitnehmer in den Niedriglohnbereichen brauchen das Signal, dass ihre Arbeit anerkannt wird. Ihr Verdienst muss ausreichen, um mit Vollzeitarbeit den Lebensunterhalt bestreiten zu können, ohne auf staatliche Unterstützung angewiesen zu sein", betonte Bsirske.
ver.di habe am 31. März 2008 vier Branchen für die Aufnahme in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz angemeldet: die Weiterbildung, die Abfallwirtschaft, Pflegedienste in ambulanter und stationärer Altenpflege sowie, in Tarifgemeinschaft mit dem DGB, die Zeitarbeit.
Bsirske warnte CDU und FDP davor, die Umsetzung der Regelung zu blockieren. Menschen für Hungerlöhne arbeiten zu lassen, entspreche nicht dem christlichen Menschenbild und sei mit der sozialen Marktwirtschaft nicht vereinbar.
Quelle: Pressemeldung ver.di, 01.04.2008

