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Mit Sicherheit zu wenig

Sie sorgen für Service und Sicherheit der Fahrgäste in S- oder U-Bahnen, bewachen Gebäude oder transportieren Geld. Dienstbeginn 4.00 Uhr und früher, Schichtbetrieb, immer auf Achse.

Den ganzen Tag sind sie etwa im öffentlichen Verkehr auf den Beinen, von Station zu Station, koordinieren den Verkehr, beantworten Fragen. Bei Störungen oder Streit werden sie per Funk gerufen. An Wochenenden sind es regelmäßig Schichten bis in die Nacht hinein. Sport- und andere Großveranstaltungen stellen besondere Anforderungen, wenn Hunderttausende den öffentlichen Personenverkehr nutzen – und oft sind die Beschäftigten erst nach Mitternacht wieder zu Hause.

Eine auch körperlich belastende Arbeit. Auch in vielen anderen Bereichen werden Wach- und Sicherheitskräfte benötigt. Allein im Geld- und Werttransport sind an die 10.000 beschäftigt. Insgesamt sind es weit über 140.000, die Häfen, Kasernen, Kraftwerke bewachen, auf Flughäfen und in Wohngebieten tätig sind.

Wer etwa im Geldtransport arbeitet, ist oft über den eigentlichen Feierabend hinaus unterwegs. Die Einnahmen von Handelsketten wie Plus oder Karstadt wollen eingesammelt und gezählt sein, Filialen werden mit Wechselgeld versorgt, Nachttresore geleert und Geldautomaten von Banken und Sparkassen bestückt. Oft über Landesgrenzen und mehrere hundert Kilometer hinweg. Auch diese Arbeit erfordert beständig die volle Konzentration. Zunehmend überwachen die Mitarbeiter auch öffentliche Gebäude wie Rathäuser und Ministerien – häufig mit lediglich 800 Euro netto bei 50 Stunden in der Woche. Sie sind nach Ende der Lehrveranstaltungen in Schulen und Universitäten dafür verantwortlich, dass Fenster und Türen geschlossen und die Lichter gelöscht sind; keine betriebsfremde Person darf sich mehr im Gebäude befinden. Oft erst nach 21.00 Uhr und häufig zwischen weit auseinander liegenden Gebäuden drehen die Wachkräfte ihre Runden.

Und zur Sicherung des Lebensunterhalts reichen 50 Wochenstunden oft nicht aus. "Ich muss Stunden machen, damit ich wenigstens einigermaßen über die Runden komme." Das klingt nachvollziehbar, aber auch brutal. Denn es sind monatlich bis zu 300 Stunden, die da zusammenkommen müssen. Arbeit bis zur Erschöpfung. Für viele Beschäftigte im Wach- und Sicherheitsbereich sind Löhne von sechs Euro bis hinunter zu 3,42 Euro keine Seltenheit.




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