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Gesetzlicher Mindestlohn
vs. Branchenmindestlöhne
Seit Jahren streben die Gewerkschaften einen Mindestlohn für die Call Center Branche an. Doch ihre Bemühungen blieben bislang erfolglos. Bereits im Februar 2008 forderte ver.di einen Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde für die bundesweit 150.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Call Centern ohne allgemeine Tarifbindung.
Nachdem bekannt wurde, dass der Mindestlohn in Deutschland vor allem in der Baubranche und im Gebäudereinigerhandwerk kräftig unterlaufen wird, deckt die Financial Times Deutschland (FTD) am Beispiel von Zimmermädchen auf, wie die Reinigungskräfte in deutschen Hotels um ihren Lohn geprellt werden. Während der gesetzliche Mindestlohn für Gebäudereiniger und somit auch für Zimmermädchen 8,40 Euro pro Stunde beträgt, arbeitet die Interviewpartnerin der FTD für Stundenlöhne von drei Euro.
Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010