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Die Sicherheitsbranche hat ein schlechtes Image. Dass dieses Image nicht von ungefähr kommt, zeigt ein Beitrag vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). Der rbb begleitete Klaus Wochatz, einen Beschäftigten der Sicherheitsbranche. Er arbeitet ausschließlich nachts und bis zu 50 Stunden in der Woche. Er verdient nur 6,65 Euro pro Stunde, obwohl sein Lohn innerhalb von drei Jahren bereits dreimal erhöht worden ist. Angefangen hat der 59-Jährige mit einem Lohn von 5,37 Euro pro Stunde.
Da blieb ihm nichts weiter übrig, als zusätzlich Hartz IV zu beantragen, um trotz Arbeit über die Runden zu kommen.
Manfred Buhl, Geschäftsführer von Securitas und Arbeitgeber von Klaus Wochatz, sagt er könne momentan nicht mehr zahlen. Zu gering seien die Gewinnmargen. „Die Situation im Sicherheitsgewerbe hat sich massiv verschärft. Es gibt einen extremen Verdrängungswettbewerb, der in großem Maße über das Thema Lohn und Entlohnung ausgetragen wird.“
Tatsache ist: In Deutschland konkurrieren 3.700 Firmen mit insgesamt 170.000 Mitarbeitern um Aufträge. Zuspitzen wird sich die Situation ab Mai, wenn auch Sicherheitsfirmen aus Osteuropa mit ihren Mitarbeitern auf dem deutschen Markt uneingeschränkt agieren können. Dann könnten sogar Stundenlöhne von drei Euro und weniger Realität werden.
Gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen setzt sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) daher seit langem für einen Mindestlohn in der Sicherheitsbranche ein. Doch bis heute fehlt die Zustimmung des Arbeitgeberverbandes im Tarifausschuss. So wird die Branche ihr schlechtes Image niemals los.
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Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010