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Im Januar 2010 berichtete das ZDF Magazin Frontal 21 über Lohndumping bei der Autowaschkette „Mr. Wash“. Das Unternehmen, das bundesweit 23 Filialen betreibt, bezahle seine Mitarbeiter nicht pro Stunde, sondern pro Auto; die Wartezeit der Aushilfskräfte werde nicht entlohnt. An schlechten Tagen kämen sie nur auf einen Tageslohn von wenigen Euro. Doch auch die Arbeitsbedingungen der Festangestellten sind laut Bericht miserabel.
Beschäftigte in der Niederlassung in Hamburg Bahrenfeld hätten ihren Grundlohn von 900 Euro brutto nur erhalten, wenn sie auf 150 Arbeitsstunden im Monat kamen. Bei niedrigerer Arbeitszeit drohten Kürzungen. Zudem müssten Mitarbeiter in einigen Filialen, etwa in Nürnberg, in einen „Schadensregulierungsfonds“ einzahlen, aus dem mögliche Schäden beglichen werden. Die schlechten Löhne lasse das Unternehmen durch Zahlungen der Arbeitsagentur aufstocken. Jürgen Göppner, ver.di Geschäftsführer in Mittelfranken, nannte die Löhne sittenwidrig und sprach von „Ausbeutung pur“.
ZDF-Pressemitteilung auf presseportal.de
Bericht der Hamburger Morgenpost auf mopo.de
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Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010