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München-Moosach. Im sechsten Stock eines Sozialwohnungs-Hochhauses wohnt Martha H, 82 Jahre. Martha H. ist Witwe und Mutter von fünf Kindern. Abgesichert ist Martha H. nicht. Man könnte sagen, sie hat zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel.
386,20 Euro Witwenrente bezieht Martha H. Minus Krankenkasse und Pflegeversicherung bleiben ihr 349,89 Euro. Dazu kommen 164,48 Euro, die sie selbst als Rente bezieht, und 83 Euro Lastenausgleich für Flüchtlinge. Macht insgesamt: 597,37 Euro. Das war’s.
Martha H. könnte das Geld vom Sozialamt aufstocken lassen, aber dafür ist sie zu stolz. Die Söhne springen ein, wenn Frau H. ihre Rechnungen nicht begleichen kann. Und die Caritas hat 103 Euro Wohngeld für sie durchgesetzt. Ihre Lebensmittel bezieht Martha H. großteils von der örtlichen „Tafel“ der Caritas. Jeden Mittwoch ist sie dort, einmal im Monat beim Seniorentee. Beklagen will sie sich trotzdem nicht, ihr ganzes Leben war so.
Im April 2008 porträtierte Brigitte Zander für den Stern drei Seniorinnen, die in München, der teuersten Stadt Deutschlands, am Rande des Existenzminimums leben. Die Berichte dokumentieren, mit welchen Widrigkeiten sich arme ältere und alte Menschen herumschlagen müssen – aber auch, wie sie ihr Leben trotz schwierigster Umstände meistern.
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Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010