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Gerade im Osten Deutschlands ist Altersarmut ein Problem. Die jüdischen Gemeinden können davon ein Lied singen. Viele ihrer älteren Mitglieder müssen von Grundsicherung leben. Die Gemeinden bemühen sich nach Kräften, die Senioren zu unterstützen. Das Institut für Wirtschaftsforschung prognostiziert, dass Altersarmut weiter zunehmen wird. Bis 2013 soll der Anteil der armen Alten auf mehr als 17 Prozent anwachsen.
Hauptursachen sind Arbeitslosigkeit und niedrige Einkommen. Von beiden sind die Mitglieder der jüdischen Gemeinden besonders betroffen – und das obwohl viele von ihnen hoch qualifiziert sind. Doch bis zu 90 Prozent von ihnen sind als Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland gekommen. Dort haben sie den Großteil ihres Arbeitslebens verbracht. Deshalb bekommen sie hier keine Rente, sondern müssen von der Grundsicherung im Alter leben.
Die Gemeinden können ihre Mitglieder nur selten finanziell unterstützen, denn sie haben selbst kaum Geld. Kein Wunder: Ihren Mitgliedern fehlt manchmal schon das Geld für die Monatsbeiträge. Dennoch versuchen sie, für die älteren Mitglieder Konzerte und andere Aktivitäten zu organisieren. Wenn es geht, unterstützen sie sie bei den Kosten für Medikamente. Das alles ist nur möglich durch das Engagement Freiwilliger.
Auch viele Gemeindemitglieder, die noch im Arbeitsleben stehen, verdienen wenig oder haben Mühe, einen einträglichen Job zu finden. Der Hauptgrund: Ihre Qualifikationen werden in Deutschland nicht anerkannt. Und so wird das Problem der Altersarmut die jüdischen Gemeinden in Deutschland wohl noch eine Weile begleiten.
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Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010