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    Ausgerechnet im Deutschen Bundestag werden Sicherheitskräfte beschäftigt, die so wenig verdienen, dass sie trotz Vollzeitjob auf die Unterstützung des Staates angewiesen sind. Das belegen Recherchen des ARD-Magazins Monitor. Die Sicherheitskräfte, die im Bundestag die Schleusenkontrollen durchführen, sind bei einem privaten Dienstleister angestellt. Dort verdienen sie 6,25 Euro pro Stunde.

     
  • Lübeck. Jeden morgen um fünf macht sich Immanuel W. auf den Weg zur Arbeit. Er schneidet Fenster aus Kunststoff. An das frühe Aufstehen hat er sich inzwischen gewöhnt. Doch mit der ersten Lohnabrechnung kam der Schock. 1780 Euro bleiben ihm und seiner Familie unterm Strich, trotz Vollzeitjob. Bis letztes Jahr lebte die vierköpfige Familie von Hartz IV und kam mit Nebenjob auf 1900 Euro.

     
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    „Der Anreiz ist, dass man sich eine Wohnung leisten kann, die Miete verdient und nicht auf Transferleistungen angewiesen ist.“, so beschreibt Heike H., alleinerziehende Mutter, ihre Motivation, trotz Kind arbeiten zu gehen.

     
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    Gianna aus Hamburg kann sich manchmal keine Schulhefte kaufen, denn ihrer Mutter, die in einer Eisdiele jobbt, fehlt dafür das Geld. Am nächsten Tag muss die Zehnjährige das dann der Lehrerin sagen und das ist ihr unangenehm.

     
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    Seit Jahren streben die Gewerkschaften einen Mindestlohn für die Call Center Branche an. Doch ihre Bemühungen blieben bislang erfolglos. Bereits im Februar 2008 forderte ver.di einen Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde für die bundesweit 150.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Call Centern ohne allgemeine Tarifbindung.

     
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    Eine tägliche warme Mahlzeit, das ist für viele Kinder nicht selbstverständlich. Im Berliner Bezirk Hellersdorf verteilt das Kinderhilfswerk „Arche“ deshalb täglich 600 kostenlose Mittagessen an bedürftige Kinder und Jugendliche.

     
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    München-Moosach. Im sechsten Stock eines Sozialwohnungs-Hochhauses wohnt Martha H, 82 Jahre. Martha H. ist Witwe und Mutter von fünf Kindern. Abgesichert ist Martha H. nicht. Man könnte sagen, sie hat zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel.

     
  • Gerade im Osten Deutschlands ist Altersarmut ein Problem. Die jüdischen Gemeinden können davon ein Lied singen. Viele ihrer älteren Mitglieder müssen von Grundsicherung leben. Die Gemeinden bemühen sich nach Kräften, die Senioren zu unterstützen. Das Institut für Wirtschaftsforschung prognostiziert, dass Altersarmut weiter zunehmen wird. Bis 2013 soll der Anteil der armen Alten auf mehr als 17 Prozent anwachsen.

     
  • Rente mit 67? Schön wär’s! Detlef H. ist 69 Jahre alt und arbeitet immer noch auf dem Bau – jeden Tag. Der Rücken tut ihm weh, sein Körper spürt die Folgen der jahrelangen schweren Arbeit. Aber Detlef H. hat keine Wahl. 2.000 Euro muss er monatlich verdienen; ein Schicksalsschlag in der Familie zwingt ihn dazu. Und so ist Detlef H., der eigentlich seinen Ruhestand genießen sollte, froh über jeden Auftrag, den er als selbstständiger Subunternehmer auf einer Baustelle bekommt.

     
  • Nachdem bekannt wurde, dass der Mindestlohn in Deutschland vor allem in der Baubranche und im Gebäudereinigerhandwerk kräftig unterlaufen wird, deckt die Financial Times Deutschland (FTD) am Beispiel von Zimmermädchen auf, wie die Reinigungskräfte in deutschen Hotels um ihren Lohn geprellt werden. Während der gesetzliche Mindestlohn für Gebäudereiniger und somit auch für Zimmermädchen 8,40 Euro pro Stunde beträgt, arbeitet die Interviewpartnerin der FTD für Stundenlöhne von drei Euro.

     

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Lohndumping durch Werkverträge in der Fleischindustrie
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Europäische Fleischkonzerne zieht es nach Deutschland. Der Grund: Nirgendwo gibt es so gute Bedingungen für Lohndumper. Doch es geht auch fair. Streik TV hat ein mittelständisches Unternehmen besucht, in dem unternehmerische Verantwortung noch zählt.


Leben ohne Mindestlohn: Berufsportrait Friseur
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Gutes Geld für gute Arbeit – das gilt in Deutschland für viele nicht. Jeder fünfte Deutsche muss trotz Arbeit Hilfe von Staat beantragen. Laut Studien ist die Zahl der Niedriglohnempfänger in den letzten 10 Jahren rapide um 2,3 Millionen gewachsen. Ein ...


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Bemerkenswert

Dumpinglöhne

Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne

Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011

 

Kinderarmut

Armut und Reichtum in Deutschland

Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011


 

Prekäre Beschäftigung

Video: Generation befristet

Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010


 

Altersarmut

Bedrohliche Altersarmut - Riesterrente auf dem Prüfstand

Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010

 
 
 

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