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Immer mehr Eltern erziehen ihre Kinder allein. Bundesweit ist mittlerweile jede fünfte Familie alleinerziehend. Jedes sechste Kind wächst heute in Deutschland laut Familienreport 2010 mit nur einem Elternteil auf – in 90 Prozent der Fälle mit der Mutter.
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Die schwierige Situation alleinerziehender Mütter ist ein zentraler Grund für die Kinderarmut in Deutschland. Mehr als ein Drittel aller armutsgefährdeten Minderjährigen wird hierzulande mit nur einem Elternteil groß. Obwohl zwei Drittel der alleinerziehenden Frauen berufstätig sind, leben 40 Prozent von ihnen laut einer OECD Studie von 2008 in relativer Armut, im OECD-Durchschnitt sind es nur 30 Prozent. Gerade wo ein Partner fehlt, ist es besonders schwierig, Beruf und Familie zu vereinbaren. Häufig bleibt Alleinerziehenden nur die Möglichkeit, schlecht bezahlte Teilzeit- oder Minijobs anzunehmen. Die dramatische Situation dieser Frauen zeigt, dass sie besonders auf ein existenzsicherndes Einkommen angewiesen sind. Von der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns würden Alleinerziehende überproportional profitieren – und mit ihnen ihre Kinder.
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Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010