Schnellzugriff
Das Armutsrisiko von Kindern und die Beschäftigungssituation ihrer Eltern sind eng miteinander verknüpft. Familien, in denen Eltern nicht oder nur geringfügig beschäftigt sind, gehören zu den größten Risikogruppen: Erwerbslose, Hartz-IV-Empänger, Aufstocker, Minijobber. Zudem sind Kinder von Alleinerziehenden - in der Mehrheit Frauen, die oftmals in Teilzeit und Minijobs arbeiten, um nebenbei die Kinderbetreuung gewährleisten zu können - besonders von Armut betroffen.
© Thomas K./ photocase.de
Doch auch ein Vollzeitjob schützt Familien nicht unbedingt davor, in die Armut abzurutschen. Fast 15 Prozent der Haushalte mit Kindern sind trotz Vollzeitbeschäftigung eines Elternteils laut Familienreport 2010 von Armut bedroht. Jeder fünfte abhängig Beschäftigte arbeitete 2008 laut Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) im Niedriglohnbereich. Gerade für die Familien mit Kindern unter ihnen ist das Risiko groß, in die Armut abzurutschen. Nicht wenige müssen ergänzend Hartz IV beantragen, um über die Runden zu kommen.
Link dieser Seite
Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010