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Der Niedriglohnsektor ist vor allem Eines – eine Frauendomäne. Im Jahr 2008 waren laut Institut für Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen (IAQ) fast 70 Prozent aller Niedriglohnbeschäftigten Frauen.
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Fast jede dritte erwerbstätige Frau in Deutschland arbeitet für weniger als zwei Drittel des mittleren Lohns. Überdies erhalten Frauen häufiger als Männer besonders niedrige Stundenlöhne.
Ein Faktor für die niedrige Entlohnung von Frauen sind kurze Arbeitszeiten. Knapp zwei Drittel der weiblichen Niedriglohnbeschäftigten arbeiteten laut IAQ in Teilzeit oder in einem Minijob. Doch auch bei vollzeitbeschäftigten Frauen ist der Niedriglohnanteil mit 22 Prozent etwa doppelt so hoch wie bei Männern.
Frauen würden daher von der Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns überproportional profitieren. Branchenbezogene Mindestlöhne sind für sie keine Alternative, sondern nur eine sinnvolle Ergänzung. Denn: Insbesondere in typischen Frauenbranchen kommen sie häufig gar nicht erst zustande.
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Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010