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Frauen in Deutschland verdienen im Durchschnitt 23 Prozent weniger als Männer; im EU-Durchschnitt beträgt die Lohndifferenz 18 Prozent. Die geringere Entlohnung von Frauen findet sich auf allen Hierarchieebenen und Gehaltsstufen, auch im Niedriglohnbereich. So sind nicht nur mehr als zwei Drittel der Niedriglohnbeschäftigten weiblich.
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Frauen sind laut Institut für Arbeit und Qualifikation (2010) auch häufiger als Männer von besonders niedrigen Stundenlöhnen betroffen. Fast jede zehnte Frau arbeitete im Jahr 2008 für einen Stundenlohn von unter sechs Euro, im Gegensatz zu nur 3,6 Prozent aller Männer. Selbst bei Vollzeitarbeit reichen solche Löhne kaum aus, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Ein Mindestlohn würde einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die geschlechtsspezifischen Einkommensunterschiede zu verringern. Zwar würde ein gesetzlicher Mindestlohn allein nicht automatisch zu einer vollständigen Angleichung von Frauen- und Männerlöhnen führen. Aber er wäre ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung.
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Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010