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EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit
& Dienstleistungsfreiheit
Wenn im Mai die Übergangsfristen für die Arbeitnehmerfreizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit auslaufen, könnten deutlich mehr osteuropäische Unternehmen als bisher in Deutschland tätig werden, so schätzen Experten. Ihr vermehrter Einsatz in Deutschland gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit hiesiger Unternehmen, denn für sie gelten die Tariflöhne des Herkunftslandes.
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Ihre Mitarbeiter können sie zu niedrigen osteuropäischen Löhnen nach Deutschland zum Arbeiten schicken. Mit solchen konkurrenzlos günstigen Löhnen können Firmen mit Sitz in Deutschland nicht mithalten.
Doch nicht nur osteuropäische Firmen könnten mit solchen Billiglöhnen hiesige Standards unterbieten. Auch deutsche Leiharbeitsfirmen planten, über Niederlassungen in Polen Arbeitskräfte nach Deutschland zu vermitteln. Aus Furcht vor solcher Billigkonkurrenz hat sich die Politik mittlerweile auf neue Mindestlöhne für die Zeitarbeit, das Wachgewerbe und die Weiterbildungsbranche geeinigt. Sie gelten für alle, die in Deutschland arbeiten wollen.
Doch ohne branchenübergreifende gesetzliche Lohnuntergrenze, die für alle Firmen mit Sitz in Deutschland oder dem EU-Ausland gleichermaßen gilt, werden weitere Unternehmenssitzverlagerungen in niedrig reglementierte EU-Länder begünstigt. Die zu befürchtende Folge sind Arbeitsplatzverluste in Deutschland.
Ein gesetzlicher Mindestlohn würde hier gegensteuern: Wettbewerbsverzerrungen durch den Import von Dumpinglöhnen und schlechten Arbeitsbedingungen würden abgemildert.
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Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010