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Für die Rente mit 67, die ab 2012 schrittweise eingeführt wird, wirbt die Politik unter anderem mit dem Argument, Ältere nicht vom Arbeitsmarkt auszugrenzen. Ältere gehörten nicht aufs Abstellgleis, sondern in den Beruf.
© Flügelwesen/ photocase.com
So schön es klingt: Dieses Argument geht an der Realität vorbei. Nur 8,3 Prozent der Männer und 3,4 Prozent der Frauen haben heute mit 64 Jahren eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitstelle. Wer früher in den Ruhestand geht, muss Abstriche bei der Rente in Kauf nehmen. Hinter der Rente mit 67 verbirgt sich also eine Rentenkürzung für alle, die nicht so lange arbeiten können oder wollen. Immer mehr Menschen werden daher gezwungen sein, sich etwas zur Rente hinzuzuverdienen. So erhöht die Rente mit 67 das Gedränge auf dem Arbeitsmarkt. Die Folge: erhöhter Druck auf die Löhne – nicht nur für ältere, sondern für alle Arbeitnehmer. Auch deshalb brauchen wir einen gesetzlichen Mindestlohn.
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Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch das Jobwunder made in Germany hat eine Kehrseite: Die neuen Arbeitsplätze sind oft unsicher, befristet und schlecht bezahlt. Leiharbeit und Minijobs breiten sich aus, die Lohnentwicklung zeigt nach unten. „Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglöhne“ - darüber diskutiert Thomas Leif in der SWR-Sendung 2+Leif mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Oskar Lafontaine, Fraktionschef der LINKEN im Saarland. SWR, 02.05.2011
Bei der Geburt sind alle Menschen gleich? Von wegen. Ob ein Mensch arm oder reich geboren ist, entscheidet von Anfang an über seine Entwicklungschancen. Die WDR Sendung Quarks & Co. ist den wichtigsten Fragen zum Thema nachgegangen: Wann ist ein Mensch arm, und wie ist der Reichtum in der Gesellschaft verteilt? Welche Chancen haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere, Glück und Gesundheit?
Quarks & Co „Bist du reich genug?“, Sendung vom 12.4.2011
Jung, ausgebildet - prekär beschäftigt. Die Wirtschaft nimmt nach der Krise wieder Fahrt auf, die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch so richtig profitieren die jungen Arbeitnehmer noch nicht vom Aufschwung. Leiharbeit und befristete Jobs: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen ihre noch kurzen Erwerbsbiografien. ZDF.reporter, Sendung vom 11.11. 2010
Die gesetzliche Rente für die heute 30- bis 40-jährigen wird mager ausfallen und in Ostdeutschland sogar bedrohlich klein. Der Grund ist lange bekannt: immer weniger Menschen haben lebenslang eine Vollzeitstelle zu einem Tariflohn. „Normal“ werden Phasen ohne Arbeit, oder Teilzeitjobs oder Niedriglöhne, usw. Altersarmut verhindern, aber wie? Markus Schmidt und Kim Otto über - Umschichtung."
Monitor, 25.03.2010