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Argumente gegen den Mindestlohn

Behauptet wird: „Der Mindestlohn verdrängt sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in die Schwarzarbeit.“ - Richtig dagegen ist: Niedriglöhne sorgen dafür, dass viele Menschen neben der Arbeit „schwarz“ dazuverdienen müssen. Ein Mindestlohn schafft hier Abhilfe.





Behauptet wird: „Das Entsendegesetz hat den Jobabbau in der Baubranche nicht verhindert.“ - Richtig dagegen ist: Das Entsendegesetz hat Lohndumping effektiv verhindert.





Behauptet wird: „Der Mindestlohn verschlechtert die Arbeitsmarktchancen für gering Qualifizierte und Langzeitarbeitslose.“ - Richtig dagegen ist: Niedriglöhne erhöhen die Arbeitsmarktchancen gering Qualifizierter und Langzeitarbeitsloser nicht. Daher werden sie sich durch einen Mindestlohn nicht weiter verschlechtern. 





Behauptet wird: „Laut des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) habe die Auswertung zahlreicher Mindestlohn-Studien überwiegend negative Jobeffekte bescheinigt.“ - Richtig dagegen ist: In der Studie wird eingeräumt, dass die Forschung keine eindeutigen Aussagen zur Beschäftigungswirkung des Mindestlohns trifft. 





Leere Taschen

Behauptet wird: „In Frankreich hat der Mindestlohn (SMIC) zu einer hohen Jugendarbeitslosigkeit geführt.“ - Richtig dagegen ist: Der Mindestlohn gilt in Frankreich für unter 18-Jährige und Auszubildende überhaupt nicht. Die hohe Jugendarbeitslosigkeit muss also vorwiegend auf andere Ursachen zurückgeführt werden.





Behauptet wird: „Ein gesetzlicher Mindestlohn verhindert die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Nur eine Ausweitung des Niedriglohn-Sektors kann zu einem Abbau der Arbeitslosigkeit führen.“ - Richtig dagegen ist: Niedriglöhne schwächen die Binnennachfrage und lassen somit die Arbeitslosigkeit weiter verhärten.





Behauptet wird: „Ein Gutachten des Sachverständigenrats zum Niedriglohn soll belegen, dass Mindestlöhne Jobs vernichten.“ - Richtig dagegen ist: Der Sachverständigenrat hat gesetzliche Mindestlöhne als Ergänzung zu einem Kombilohn geprüft und in diesem Rahmen mehrheitlich abgelehnt.





Behauptet wird: "Löhne entsprechen der Produktivität. Niedrige Löhne spiegeln also eine geringe Produktivität wider.“ - Richtig dagegen ist: Die Löhne sind so niedrig, weil so viele Menschen am Arbeitsmarkt sind, die für diese Löhne arbeiten müssen!





Behauptet wird: "Im internationalen Vergleich hat Deutschland generell zu hohe Löhne." - Richtig dagegen ist: Im EU-Vergleich sind die Lohnstückkosten in Deutschland in den letzten zehn Jahren gesunken. Vor allem bei Dienstleistungen sind die Lohnkosten auffällig niedrig.





Behauptet wird: „Ist der Mindestlohn zu niedrig, bleibt er wirkungslos – ist er zu hoch, vernichtet er Arbeitsplätze.“ - Richtig dagegen ist: Ein Mindestlohn von 7,50 Euro liegt unter dem Niveau der Mindestlöhne in vergleichbaren EU-Ländern, wo keine Jobs verloren gegangen sind.





Behauptet wird: "Mit der Einführung eines Mindestlohns werden aus Kostengründen zahlreiche Jobs ins Ausland verlagert." - Richtig dagegen ist: Niedriglohn-Jobs sind vor allem ortsgebundene Dienstleistungen, die nicht ins Ausland verlagert werden können.





Behauptet wird: "Ein gesetzlicher Mindestlohn vernichtet automatisch Arbeitsplätze." - Richtig dagegen ist: Der gesetzliche Mindestlohn verhindert Lohnarmut, schafft mehr Nachfrage, mehr Zuversicht und damit auch neue Jobs.





Alle Argumente auf einem Blick:




"Argumente der Gegner und warum sie nicht stimmen" (PDF, ca. 100KB)

illustrierte Argumentationsbroschüre zum Selbstdruck: (PDF, ca. 1MB)



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