Höhere Löhne stärken die Kaufkraft und damit die ganze Wirtschaft
Der gesetzliche Mindestlohn ist ein wahres Konjunkturprogramm. Menschen mit geringem Einkommen brauchen dieses nahezu vollständig, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Anders als Spitzenverdiener, die große Teile ihres Einkommens zur Seite legen, können Geringverdiener kaum sparen. Fast ihr gesamtes Einkommen benötigen sie zur Befriedigung alltäglicher Notwendigkeiten. Jeder Euro, den sie mehr verdienen fließt ohne Umwege in den Wirtschaftskreislauf zurück und führt so zu mehr Nachfrage.
Arbeitsplatzsicherheit durch den gesetzlichen Mindestlohn
Die Einkommenssteigerungen, die ein Mindestlohn zur Folge hätte, würden also den Binnenmarkt stärken und in der Folge Arbeitsplätze schaffen. Und entgegen den Unkenrufen der Mindestlohngegner würden diese Lohnsteigerungen auch die betroffene Beschäftigung im Niedriglohnsektor selbst nicht gefährden. Denn der gesetzliche Mindestlohn betrifft vor allem ortsgebundene Dienstleistungen wie Friseure oder Gaststätten, die nicht so einfach ins Ausland verlagert werden können. Der Einwand, ein Mindestlohn würde Arbeitsplätze vernichten, ist also mehr als falsch. Das Gegenteil ist der Fall.
