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Argumente zum Mindestlohn



Mindestlohn... schützt die Menschenwürde

Eigentlich spricht alles für den gesetzlichen Mindestlohn. Er schafft Gerechtigkeit und schützt vor Armut und Ausgrenzung, er bewahrt die Gesundheit und dient dem Gemeinwesen. Und sorgt er auch für einen fairen Wettbewerb mit klaren Regeln und kurbelt sogar die Konjunktur an.

Doch im Kern ist eine gerechtere Entlohnung für jeden Einzelnen eine Frage der menschlichen Würde. Der gesetzliche Mindestlohn schützt vor der Demütigung, das eigene Leben trotz Vollzeitbeschäftigung nicht selbstbestimmt gestalten zu können, trotz gänzlicher Verausgabung der Arbeitskraft auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Denn wer weniger als 7,50 Euro pro Stunde verdient, muss den entwürdigenden Gang zum Jobcenter über sich ergehen lassen, um Arbeitslosengeld zu beantragen.

Auf der anderen Seite zwingt ein allgemein verbindlicher Mindestlohn auch die Arbeitgeber, ein Mindestmaß an Respekt für die von ihren Beschäftigten geleistete Arbeit aufzubringen. Würde hat ihren Wert, und Arbeit hat ihren Preis. Und wer diesen Preis auch zahlen möchte, hätte mit einem Mindestlohn keinen Unterbietungswettbewerb mehr zu fürchten.



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