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Bertelsmann Stiftung für Mindestlohn

Die Bertelsmann Stiftung hat sich für einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn ausgesprochen. In einem Interview mit der Welt machte Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Gunter Thielen, deutlich, dass die moderaten Lohnabschlüsse der letzten Jahre geholfen hätten, Beschäftigung zu sichern. „Die Kehrseite der Medaille ist aber, dass die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander geht. Ich denke, es ist durchaus an der Zeit“, so Thielen, „dass der Kuchen wieder gerechter verteilt wird.“

Die Einführung eines moderaten, gesetzlichen und bundesweit einheitlichen Mindestlohns sei daher geboten. Zur Höhe bemerkte Thielen, dass diese unabhängig von der Produktivität seie:„Es muss gewährleistet sein, dass eine alleinstehende Person durch eine Vollzeitstelle ihren Lebensunterhalt bestreiten kann.“ Die Festlegung der Höhe des Mindestlohns solle nach Einschätzung der Stiftung ähnlich wie in Großbritannien durch eine unabhängige Kommission festgelegt werden.

„Ein bundesweit einheitlicher Mindestlohn ist deswegen sinnvoll, weil allen Beschäftigten überall klar ist, auf welchen Lohn sie mindestens Anspruch haben.“ Damit hätten auch die Unternehmen eine klare Orientierung, erläuterte Thielen weiter. Das schaffe ein höchstmögliches Maß an Transparenz.

Die Bertelsmann Stiftung gehört zum Bertelsmann Medienkonzern und beschäftigt sich seit Jahren mit der Zukunft der sozialen Marktwirtschaft. Auch bei dieser wirtschaftsnahe Stiftung, deren Untersuchungen bei CDU und FDP Gehör finden und die sowenig Eingriffe des Staates wie möglich befürwortet, wird die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns empfohlen, da damit auch klargestellt ist, welchen Wert Arbeit in allen Branchen mindestens hat.



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