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„Sittenwidriger Lohnwucher“ beim Billigheimer

Billigpreise, Billiglöhne. Beim Kleidungsdiscounter KIK ist alles billig. 4,50 Euro in der Stunde sollten zwei Frauen aus dem Ruhrgebiet für die Arbeit im Laden bekommen. Eine allein erziehende Mutter mit zwei Kindern kann von so wenig Geld nicht leben. Dennoch wollte das Jobcenter sie zwingen, die Arbeit anzunehmen. „Sittenwidriger Lohnwucher“ urteilte das Arbeitsgericht. Das ARD-Magazin Monitor zeichnete den Fall in seiner Sendung am 2. April 2009 nach.



40-Stunden-Woche und trotzdem Hartz IV

Ausbeutung, Einschüchterung, miese Bezahlung. Rund 1,4 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland können trotz einer Vollbeschäftigung von ihrem Lohn nicht leben. Sie erhalten Hungerlöhne von nicht einmal fünf Euro in der Stunde, schuften 40 Stunden und mehr in der Woche – und das Geld reicht hinten und vorne nicht. Sie müssen aufstocken, bekommen Hartz IV vom Staat. Redakteure der Sendung Markt vom NRD recherchierten in Mecklenburg-Vorpommern.



Zum in-die-Luft-gehen: Lohndumping am Flughafen München

Billig, billiger, Billiglohn. Am Flughafen in München reiben sich die Beschäftigten vor Verwunderung die Augen. Unter fadenscheinigen Gründen werden Arbeitnehmer entlassen, um über den Weg der Arbeitsvermittlung und unter dem Dach einer Leiharbeitsfirma wieder an ihrem alten Arbeitplatz eingesetzt zu werden – allerdings mit längerer Arbeitszeit und einem Drittel weniger Lohn. Das Politik-Magazin Panorama erklärt den bayerischen Turbokapitalismus.



Call-Center scheffeln Millionen, Beschäftigte leben von Hartz IV

Das ist moderne Sklaverei: Auf dem Rücken ihrer Beschäftigten scheffeln Call-Center in Deutschland jedes Jahr Millionen. Die Arbeitnehmer erhalten Hungerlöhne von fünf bis sieben Euro in der Stunde, von denen sie nicht leben können. Und ihre Chefs freuen sich über ihre prall gefüllten Geldbörsen. Viele Call-Center-Betreiber bereichern sich gleich doppelt: zum einen beuten sie ihre Angestellten aus, zum anderen kassieren sie Millionen Euro vom Staat als Subvention. Frontal 21 deckte den Skandal auf.



Überrumpelt und gefeuert: Bühne frei für Billiglöhner

Zu üblen Methoden und fiesen Tricks greifen Unternehmen, um ihre teils langjährigen Mitarbeiter zu feuern. „Dumpinglöhne statt Tarifvertrag“ lautet die Devise und dafür ist den Arbeitgebern jedes Mittel recht. Die Beschäftigten werden unter Druck gesetzt und überrumpelt, bis sie ihre eigene Kündigung unterschreiben. Ihren Platz nehmen Billiglöhner ein, die von ihrem Armutslohn keine vernünftige Existenz finanzieren können. Das ARD-Magazin Panorama stellt im April haarsträubende Fälle vor.



Deutschland ist Schlusslicht beim Mindestlohn

Was haben Deutschland und Zypern gemeinsam? Sie sind die einzigen beiden Länder in der Europäischen Union, in denen es keinen gesetzlich garantierten Mindestlohn gibt. Während in Frankreich die Arbeitnehmer bereits seit fast 60 Jahren das Recht auf einen Mindestlohn haben, arbeitet in Deutschland fast jeder zweite Beschäftigte im Niedriglohnsektor. Viele davon leben unter der Armutsgrenze, obwohl sie Vollzeit malochen. Die SPD setzt sich für den Mindestlohn ein.



Arge in Stralsund zerrt Dumpinglohn-Chefs vor den Kadi

Mit einer Reihe von Musterprozessen gehen die Arbeitsvermittler (Arge) in Stralsund gegen Arbeitgeber vor, die ihre Beschäftigten für Billiglöhne schuften lassen. Die Arge meint, dass Arbeitnehmer mit einem Stundenlohn von nur zwei Euro oder noch weniger, nicht in der Lage seien, ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu bestreiten – sie seien auf Geld vom Staat angewiesen. Diese modernen Ausbeuter dürften damit nicht durchkommen, meinen die Jobvermittler.
Frontal 21 berichtete am 30. Juni 2009 über Dumpinglöhne am Ostseestrand.



SWR3 vom 10. September 2009

Beitrag zum Bündnis für einen Mindestlohn, Video-Beitrag




Inforadio vom 9. September

"Dumpinglohn-Barometer im Dienstleistungssektor" von Lucke, Marion, Audio-Beitrag

 




SWR vom 25. August 2009

Sklaven am Wok - Bundesweite Razzia in 200 China-Restaurants zeigt auf, dass in der Kurpfalz in einem Restaurant Lohn von drei Euro pro Stunde gezahlt, teilweise wird bis zu 20 Stunden am Tag gearbeitet, Audio-Beitrag




Frontal 21 vom 30. Juni

Dumpinglohn für Zimmermädchen



Radio Mitschnitt

Ein Audio-Beitrag zum Dumpinglohnmelder




Monitor April 2009

KiK Lohnwucher



Panorama - April

Schlecker-Dumpinglohn



Panorama

Lohndumping bei Aufstockern



Frontal 21

Dumpinglohn im Call-Center



Lohndumping am Flughafen München



Forum Pariser Platz, 28. Oktober 2006: "Damit sich Leistung wieder lohnt... Neue Jobs durch Mindest- oder Kombilohn?"


Es diskutieren:

  • Franz Müntefering (Bundesminister für Arbeit und Soziales, SPD)
  • Fritz Kuhn (Vorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN)
  • Michael Sommer (Vorsitzender des DGB)
  • Martin Wansleben (Hauptgeschäftsführer des DIHK)
  • Steffen Klussmann (Chefredakteur der Financial Times Deutschland)

Ein Zusammenschnitt der Diskussion
Mehr zur Sendung auf den Seiten von PHOENIX...




Berliner PHOENIX Runde, 14. September 2006: Die neue Arbeitsmarktreform - Aderlass statt Arbeitsplatz?

Brauchen wir mehr Anreize oder fehlen nicht eigetnlich die Angebote? Was kann der Staat von den Arbeitslosen verlangen? Guter Lohn für gute Arbeit oder arbeiten für jeden Preis?

Es diskutierten:

  • Prof. Bert Rürup (Vorsitzender Sachverständigenrat, Wirtschaftsweiser)
  • Franz-Josef Möllenberg (Vorsitzender Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten)
  • Ursula Weidenfeld (Tagesspiegel)


Mehr zur Sendung auf den Seiten von Phoenix...




ZDF-Talkshow "Berlin Mitte", 11. Mai 2006: Löhne, Steuern, Bürokraten - Wird der Aufschwung abgewürgt?

Es diskutierten:

  • Michael Glos, Bundeswirtschaftsminister (CSU)
  • Reiner Hoffmann, stellv. Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB)
  • Ottmar Schreiner, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (SPD)
  • Arend Oetker, Vizepräsident des Bundesverbandes Deutscher Industrie (BDI)
  • Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchener ifo-Instituts

Wirtschaftsminister Glos sprach sich gegen die Einführung eines Mindestlohnes aus: Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das Thema Mindestlohn interessant finde, sei er "deswegen noch lange nicht dafür", sagte er in der ZDF-Sendung. "Die Bundeskanzlerin findet sehr vieles interessant, was wir dann nicht verwirklichen", so der Minister. Richtig sei jedoch, dass es für "gute Arbeit gutes Geld" geben müsse.
Der SPD-Sozialexperte Ottmar Schreiner meinte, die Einkommen von 500 Euro für Friseurinnen in Brandenburg seien "Hungerlöhne, von denen kein Mensch leben kann". Was in Westeuropa gut funktioniere, müsse "auch bei uns im reichen Deutschland möglich sein".
Mehr zur Sendung im online-Angebot des ZDF...



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